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Mumienmaske einer Frau mit Schlangenarmbändern

Ident. Nr.: ÄM 34435

ObjID: obj:607422

Details (Expert)

Beteiligte
Ernst Kofler-Truniger,
Vorbesitzer*in
Said Bey Khashaba (1956 - 1957),
Vorbesitzer*in
Datierung
Historische Datierung: 1. Jh. n. Chr.
Geografische Bezüge
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 52 x 36 x 57 cm (inkl. Sockel)

Objektbeschreibung

Seit 1989 befindet sich die Mumienmaske der Frau, die zu einem Konvolut von insgesamt vier Masken gehört, im Ägyptischen Museum. Alle Masken stammen aus römerzeitlichen Gräbern im mittelägyptischen Meir. Wer die Frau war, verrät uns in diesem Fall keine Inschrift. Doch gehen wir nicht fehl, wenn wir die Dame zu den Oberen Tausend rechnen, denn eine Bestattung mit einer Maske dieser Art war nur wohlhabenden Menschen vergönnt.
Wir erkennen, vergleichbar zu der Maske ÄM 34434, eine Frau, die statt der in Ägypten üblicherweise verwendeten gelben Hautfarbe bei Frauen den von den Römerinnen bevorzugten weißen Teint trägt. Passend dazu zeigt auch die elegante Aufmachung ihrer Kleidung, dem Schmuck und der Frisur die römische Mode ihrer Zeit. Unter den Schmuckstücken finden sich zudem schützende Amulette wie die Schlangenarmbänder und der Lunulaanhänger an der kürzeren Halskette. Diese mondsichelförmigen Anhänger, Lunulae, sind von altägyptischen Vorbildern abgeleitete, apotropäische Schutzamulette, die üblicherweise Frauen und Mädchen schützen sollten und somit auch ausschließlich von solchen getragen wurden.
Ihr schwarz gelocktes Haar wurde aus gefärbtem Flachs imitiert und ergänzend dazu mit einem einfachen Haarkranz geschmückt, der aus verschiedenen Pflanzen gebunden war. Auf dem Scheitel und Hinterkopf der Maske befindet sich der Seelenvogel Ba, der hier mit einem weiblichen Kopf und Vogelkörper schützend seine Flügel ausbreitet. Zu beiden Seiten opfern Götter Stoffstreifen, verbrennen Weihrauch und libieren, in dem sie Wasser in eine Schale, die auf einem hohen Ständer steht, gießen.
(J. Helmbold-Doyé)

Letzte Aktualisierung: 03.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Priesters Hori

Statuette des Priesters Hori

"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).