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Mumienmaske einer Frau mit einem Haarkranz aus Rosenblüten

Ident. Nr.: ÄM 34434

ObjID: obj:607423

Details (Expert)

Beteiligte
Ernst Kofler-Truniger,
Vorbesitzer*in
Said Bey Khashaba (1956 - 1957),
Vorbesitzer*in
Datierung
Historische Datierung: 1. Jh. n. Chr.
Geografische Bezüge
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 53 x 37 x 59 cm (inkl. Sockel)

Objektbeschreibung

Das Berliner Museum präsentiert insgesamt vier Mumienmasken aus der frührömischen Kaiserzeit, die alle aus dem mittelägyptischen Ort Meir stammen.
Zu diesem Ensemble gehört auch die Maske einer wohlhabenden Frau, die üppig mit Schmuck ausgestattet ist. Sie trägt neben Ohrringen, zwei Halsketten, Fingerringe sowie Armbänder und -ringe. Neue Untersuchungen haben nachgewiesen, dass das lockige Haar aus schwarz gefärbtem Flachs imitiert wurde. Auf dem Scheitel findet sich zudem ein breiter Haarkranz, der neben farbig widergegebenen Blättern von Rosenblüten zentral ein ovales Medaillon aufweist. Bekleidet ist sie nach römischer Sitte mit einem dunkelroten Chiton, auf dem Bänder (Clavi) in dunkelgrün und goldbesetzt zu erkennen sind. Zudem ist der Hinterkopf von einem Fries mit ägyptischen Götterdarstellungen umgeben. Die zentrale Figur zeigt den Gott Osiris, auf den sich von beiden Seiten in einer Prozession Götter und am Ende die Verstorbene nähern.
(J. Helmbold-Doyé)

Letzte Aktualisierung: 03.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Priesters Hori

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"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).