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Mumienmaske eines unbekannten Mannes

Ident. Nr.: ÄM 34436

ObjID: obj:607424

Details (Expert)

Beteiligte
Ernst Kofler-Truniger,
Vorbesitzer*in
Said Bey Khashaba (1956 - 1957),
Vorbesitzer*in
Datierung
Historische Datierung: 1. Jh. n. Chr.
Geografische Bezüge
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 50 x 30 x 55 cm (inkl. Sockel)

Objektbeschreibung

Die Mumienmaske zeigt einen jungen, bartlosen Mann mit Sichellocken, die im Stirnbereich unter dem farbig gefassten Kopftuch zu erkennen sind. Das Tuch ist in Gestalt der ägyptischen dreigeteilten Perücke geformt, auf dessen Vorderseite liegende Schakale, Darstellungen des Gottes Anubis und darunter Uräenfriese abgebildet sind. In der Mitte ist eine breite Kette, ein so genannter Hals- oder Schulterkragen zu erkennen, unter dem ein Skarabäus schützend seine Flügel ausbreitet. Um den Hinterkopf findet sich ein Götterfries mit den vier Horussöhnen, Amset, Duamutef, Hapi und Kebechsenuef, opfernd vor dem zentral beherrschenden Gott Horus. Horus, als Herr des Himmels, erscheint in Falkengestalt mit einer Sonnenscheibe. In den kurz gefassten Hieroglypheninschriften werden die Götter namentlich genannt, jedoch weder Titel noch Name des Verstorbenen, zu dessen Grabausstattung diese Maske gehörte.
(J. Helmbold-Doyé)

Letzte Aktualisierung: 03.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Priesters Hori

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"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).