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Statuette der Göttin Bastet in Gestalt einer sitzenden Katze

Ident. Nr.: ÄM 2598

ObjID: obj:607530

Details (Expert)

Datierung
Spätzeit
Datierung engl.: Late Period
Weitere Titel
Sammlungstitel: Statuette der Göttin Bastet in Gestalt einer sitzenden Katze
Übersetzung: Statuette of the goddess Bastet as a sitting cat
Geografische Bezüge
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 12,5 x 5,4 x 10,8 cm

Objektbeschreibung

Die Figur der Göttin Bastet als sitzende Katze ist noch mit ihrem originalen Holzsockel erhalten. Sie trägt eine Halskette, dessen Anhänger einen Löwenkopf mit Sonnenscheibe abbildet. Auf dem Scheitel ist zudem ein Skarabäus zu erkennen. Löcher in den Ohren bezeugen ursprünglich vorhandene Ringe. In der Oberseite des Sockels deutet eine rechteckig Öffnung auf die Existenz einer weiteren Figur hin. Zahlreiche Figuren der Göttin wurden an verschiedenen Orten im Delta sowie ihrem religiösen Zentrum, dem heutigen Tell Basta, gefunden. Bastet wurde als Göttin der Regeneration und Fruchtbarkeit verehrt.
(J. Helmbold-Doyé)

Letzte Aktualisierung: 22.06.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).