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Statuette eines Krokodils, eine Mumie auf dem Rücken tragend

Ident. Nr.: ÄM 11486

ObjID: obj:756468

Details (Expert)

Beteiligte
Heinrich Brugsch (18.2.1827 - 9.9.1894),
Grabungsleiter*in
Rudolf Mosse (8.5.1843 - 8.9.1920),
Mäzen*atin
Datierung
Spätzeit
Weitere Titel
Sammlungstitel: Statuette eines Krokodils, eine Mumie auf dem Rücken tragend
Übersetzung: Statuette of a Crocodile Carrying a Mummy on His Back
Geografische Bezüge
Abmessungen
Länge x Breite x Höhe: 27 x 10,5 x 9 cm

Objektbeschreibung

Die Statuette zeigt ein Krokodil, welches eine Mumie auf dem Rücken trägt. In dieser Weise wird das Krokodil als Gliedersammler des Gottes Osiris charakterisiert. Im Osiris-Mythos ermordete Seth seinen Bruder Osiris aus Eifersucht und warf seine Leichenteile in den Nil. Die Gemahlin des Osiris, die Göttin Isis, sammelte seine Glieder ein und setzte sie mit Hilfe von Anubis zusammen, um ihn wiederzubeleben. Sie empfing dabei in Gestalt einer Weihe ihren gemeinsamen Sohn Horus.
Seit dem Mittleren Reich wurde Horus vor allem in den Regionen des Deltas und im Fayum mit dem Krokodilgott Sobek assimiliert. In dieser Funktion durchzog Sobek nach altägyptischer Vorstellung die Wasserlandschaft, um nach seinem ermordeten Vater Osiris zu suchen und ihn zu beleben. Als Helfer des Osiris bekamen Sobek und seine Kinder (die Krokodile) daher eine positive Eigenschaft zugeschrieben. Ab der Spätzeit treten Bilder von mumientragenden Krokodilen auf, die Horus in dieser Gestalt als Retter seines Vaters präsentieren.
I. Liao

Letzte Aktualisierung: 25.08.2025

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Priesters Hori

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"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).