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Länglich, ovale Perle des Parii

Ident. Nr.: ÄM 2035

ObjID: obj:757048

Details (Expert)

Beteiligte
Carl Richard Lepsius (23.12.1810 - 10.7.1884),
Expeditionsleiter*in
Datierung
Neues Reich
Datierung engl.: New Kingdom
Weitere Titel
Sammlungstitel: Länglich, ovale Perle des Parii
Übersetzung: Long oval bead of Parii
Geografische Bezüge
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 8,7 x 3,2 x 2,4 cm

Objektbeschreibung

Die große längliche Perle aus Karneol trägt auf beiden glatten Seiten eine eingeritzte Inschrift. Zwischen zwei senkrechten Linien stehen der Name und der Titel des Verstorbenen: „Vorsteher der Goldschmiede Parii“. Dieser Name ist mehrfach im Neuen Reich belegt und spricht für eine Datierung des Objekts in diese Zeit. Die beiden anderen Seiten der Perle zeichnen sich durch ein fein „geripptes“ Profil aus.
Die Perle gehörte zur Grabausstattung des Parii und wird aufgrund ihrer Größe und sorgfältigen Bearbeitung als seweret-Perle bezeichnet. Dabei handelt es sich um ein Amulett, welches den Namen des Verstorbenen schützte. Das Wort seweret bedeutet „die Großgemachte“ und bezieht sich auf die größte Perle einer Kette. Sie wurde meist auf ein Lederband aufgezogen und manchmal von zwei zylindrischen Perlen flankiert. Grabfunde zeigen, dass sie entweder um den Hals der Mumie gelegt oder auf deren Mumienbinden befestigt.
(M. Jung)

Letzte Aktualisierung: 25.08.2025

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Priesters Hori

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"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).