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Herzskarabäus des Ipu

Ident. Nr.: ÄM 2047

ObjID: obj:757079

Details (Expert)

Datierung
18.–19. Dynastie
Geografische Bezüge
Material / Technik
Serpentinit; Gold
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 6,2 x 4,6 x 2,6 cm

Objektbeschreibung

Zu den Beigaben für den Verstorbenen gehörten seit etwa 1550 v. Chr. die großformatigen Herzskarabäen. Aus grünem Stein gefertigt, sollten sie regenerierend wirken. Oft wurden sie wie dieser in Goldblech gefaßt oder in ein Pektoral eingearbeitet und mit einer Kette oder Schnur um den Hals der Mumie gehängt. Auf der Unterseite sind sie mit einem Spruch des Totenbuches beschriftet, in dem das Herz beschworen wird, beim Totengericht nichts Negatives über den Verstorbenen auszusagen.“
(Caris-Beatrice Arnst / gekürzt; aus: Priese, Karl-Heinz (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 253)

Letzte Aktualisierung: 03.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Priesters Hori

Statuette des Priesters Hori

"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).