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Grabpfeiler mit der Darstellung König Sethos I. vor dem Gott Osiris

Ident. Nr.: ÄM 2058

ObjID: obj:757102

Details (Expert)

Beteiligte
Carl Richard Lepsius (23.12.1810 - 10.7.1884),
Expeditionsleiter*in
Datierung
Sethos I.
Datierung engl.: Seti I
Weitere Titel
Sammlungstitel: Grabpfeiler mit der Darstellung König Sethos I. vor dem Gott Osiris
Übersetzung: Pillar from the tomb of Seti I with the depiction of the king in front of the god Osiris
Geografische Bezüge
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 261 x 88 x 47 cm

Objektbeschreibung

Der verstorbene Erdenkönig Sethos I. steht in Amtstracht mit Königskopftuch und Diadem vor Osiris, dem in weißen Mumienbinden gehüllten Herrscher der Unterwelt. Osiris trägt Krummstab und Geißel als Insignien seiner Macht in den Händen. Ein Kopftuch, wie es von den Pharaonen getragen wird, legitimiert ihn als König. Die Verbindung zur Unterwelt stellt die auf dem Kopftuch befindliche charakteristische Osiris-Krone her.
In der Inschrift über der Szene wird bestätigt, dass der gerechtfertigte und zu Osiris gewordenen König, der Sohn des Re mit Namen Sethos I., vor Osiris, dem Herrn der Unterwelt (Nekropole), eingetroffen ist. Osiris verleiht ihm nun "die Mächtigkeit des Re".

Letzte Aktualisierung: 25.08.2025

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Priesters Hori

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"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).