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Fragment eines Türpfostens mit der Darstellung des Königs Schabako beim Opfer

Ident. Nr.: ÄM 2103

ObjID: obj:757272

Details (Expert)

Beteiligte
Carl Richard Lepsius (23.12.1810 - 10.7.1884),
Expeditionsleiter*in
Datierung
Schabako (Shabaqo) / Ägypten
Datierung engl.: Shabaqo (Egypt)
Weitere Titel
Sammlungstitel: Fragment eines Türpfostens mit der Darstellung des Königs Schabako beim Opfer
Übersetzung: Fragment of a door jamb depicting king Shabaqo
Geografische Bezüge
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 55 x 69 x 10 cm

Objektbeschreibung

Das Fragment war Teil der südlichen Türdekoration im Tempel des Gottes Ptah. Ihm zu Ehren wurde in Karnak ein eigener Gebäudekomplex errichtet. Karnak mit seinen weitläufigen Tempelanlagen war spätestens seit dem Neuen Reich das religiöse Zentrum Ägyptens. Dort ließ insbesondere Shabaqo den Bereich des Ptah-Tempels vergleichbar zu denen anderer Pharaonen erweitern. Erhalten ist nur ein Ausschnitt einer Szene, die ursprünglich den König Shabaqo vor Ptah abgebildet hat. Der König ist in traditioneller Haltung und Bekleidung dargestellt wie er dem Gott in zwei kugeligen Gefäßen Wein opfert. Als Herrscher aus dem südlichen Nubien ist er an der besonderen Kopfbedeckung, einer Kappe mit einem breiten Diadem (Stirnreif) und zwei Uräen auf dem Scheitel, zu erkennen. Zudem weisen die Höhe des kurzen Schädels, der starke Hals und das volle Gesicht mit den aufgeworfenen Lippen auf seine kuschitische Abstammung hin. Die formelhafte Inschrift in Hieroglyphen lässt sich um die fehlenden Zeichen ergänzen. In dieser wird das Weinopfer an den Gott Ptah beschrieben. Zudem verweist ein weiteres Detail auf ein Relief aus der 25. Dynastie: die Spuren von leichten Meißelspuren, die sich über die gesamte Oberfläche verteilen. Zweifellos dienten sie der Festigung einer Grundierung, die vor der Bemalung aufgetragen werden sollte.
(J. Helmbold-Doyé)

Letzte Aktualisierung: 25.08.2025

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Priesters Hori

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"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).