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Mumienmaske

Ident. Nr.: ÄM 813

ObjID: obj:758000

Details (Expert)

Datierung
2.–3. Jh. n. Chr.
Weitere Titel
Sammlungstitel: Mumienmaske
Übersetzung: Mummy-mask
Geografische Bezüge
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 58,5 x 34,5 x 30 cm (inkl. Stützkern)

Objektbeschreibung

In der Römischen Zeit wurde die Mumie nicht mehr von einer Mumienhülle umschlossen, sondern nur von einzelnen Belagstücken, darunter eine Mumienmaske. Diese Kartonagemaske besteht aus mehreren Lagen Leinwand und manchmal auch Papyri, die über ein Modell geformt und miteinander verleimt wurden. Eine innen und außen angebrachte feine Stuckschicht diente als Malgrund und als Unterlage für Blattgoldauflagen. 
Das stark beschädigte Gesicht der Maske ist vergoldet und wurde an Stellen, wie der Nase, mit Wachs ergänzt. Die ursprünglich eingelegten Augen fehlen, jedoch ist die linke Augenbraue aus schwarzer Emaille noch vorhanden. Der Kopf ist von einer Geierhaube gekrönt, und über der Stirn verläuft eine Stirnbinde mit Hieroglyphen, die keinen Sinn ergeben. Bei sehr späten Objekten wie dieser Maske dienten Texte meist als dekoratives Element, nicht als inhaltliche Botschaft.
Auf beiden Vorderseiten der Perücke befinden sich vier Felder mit Reliefdarstellungen in gepresstem Gold: (1) Osiris zwischen Isis und Nephthys, (2) Isis, die Harpokrates mit ihren Flügeln schützt, (3) ein Schakal auf einem kleinen Schrein, vor dem ein Gott steht, und (4) Uräusschlangen.
Die aufwendige Vergoldung im Gesicht und in Teilen der Dekoration deutet darauf hin, dass es sich bei der verstorbenen Person um eine wohlhabende Persönlichkeit gehandelt haben muss. Die Vergoldung des Gesichts symbolisiert zudem die Vereinigung des Toten mit dem Sonnengott.
I. Regulski

Letzte Aktualisierung: 04.09.2025

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Priesters Hori

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"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).