Mumienmaske
Ident. Nr.: ÄM 813
ObjID: obj:758000
Kontakt
Einrichtung:
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
E-Mail:
aemp@smb.spk-berlin.deFotonachweis: Staatliche Museen zu Berlin, Ägyptisches Museum und Papyrussammlung / Sandra Steiß CC BY-SA 4.0
Fotonachweis: Staatliche Museen zu Berlin, Ägyptisches Museum und Papyrussammlung / Sandra Steiß CC BY-SA 4.0
Fotonachweis: Staatliche Museen zu Berlin, Ägyptisches Museum und Papyrussammlung / Sandra Steiß CC BY-SA 4.0
Fotonachweis: Staatliche Museen zu Berlin, Ägyptisches Museum und Papyrussammlung / Sandra Steiß CC BY-SA 4.0
Details (Expert)
- Datierung
- 2.–3. Jh. n. Chr.
- Weitere Titel
- Sammlungstitel: MumienmaskeÜbersetzung: Mummy-mask
- Geografische Bezüge
- Material / Technik
- Textil (Material / Kartonage); stuckiert, bemalt, partiell vergoldet
- Abmessungen
- Höhe x Breite x Tiefe: 58,5 x 34,5 x 30 cm (inkl. Stützkern)
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/758000
Objektbeschreibung
In der Römischen Zeit wurde die Mumie nicht mehr von einer Mumienhülle umschlossen, sondern nur von einzelnen Belagstücken, darunter eine Mumienmaske. Diese Kartonagemaske besteht aus mehreren Lagen Leinwand und manchmal auch Papyri, die über ein Modell geformt und miteinander verleimt wurden. Eine innen und außen angebrachte feine Stuckschicht diente als Malgrund und als Unterlage für Blattgoldauflagen.
Das stark beschädigte Gesicht der Maske ist vergoldet und wurde an Stellen, wie der Nase, mit Wachs ergänzt. Die ursprünglich eingelegten Augen fehlen, jedoch ist die linke Augenbraue aus schwarzer Emaille noch vorhanden. Der Kopf ist von einer Geierhaube gekrönt, und über der Stirn verläuft eine Stirnbinde mit Hieroglyphen, die keinen Sinn ergeben. Bei sehr späten Objekten wie dieser Maske dienten Texte meist als dekoratives Element, nicht als inhaltliche Botschaft.
Auf beiden Vorderseiten der Perücke befinden sich vier Felder mit Reliefdarstellungen in gepresstem Gold: (1) Osiris zwischen Isis und Nephthys, (2) Isis, die Harpokrates mit ihren Flügeln schützt, (3) ein Schakal auf einem kleinen Schrein, vor dem ein Gott steht, und (4) Uräusschlangen.
Die aufwendige Vergoldung im Gesicht und in Teilen der Dekoration deutet darauf hin, dass es sich bei der verstorbenen Person um eine wohlhabende Persönlichkeit gehandelt haben muss. Die Vergoldung des Gesichts symbolisiert zudem die Vereinigung des Toten mit dem Sonnengott.
I. Regulski
Letzte Aktualisierung: 04.09.2025
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Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
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aemp@smb.spk-berlin.de