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Relieffragment mit den Kartuschen der Königin Hatschepsut

Ident. Nr.: ÄM 1635

ObjID: obj:759452

Details (Expert)

Beteiligte
Carl Richard Lepsius (23.12.1810 - 10.7.1884),
Expeditionsleiter*in
Datierung
Hatschepsut (Königin)
Datierung engl.: Hatshepsut
Weitere Titel
Sammlungstitel: Relieffragment mit den Kartuschen der Königin Hatschepsut
Übersetzung: Relief fragment with two cartouches of the queen Hatshepsut
Geografische Bezüge
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 25,5 x 30 x 4,5 cm

Objektbeschreibung

Das Relieffragment wurde bereits 1845 von Karl Richard Lepsius mit nach Berlin gebracht und stammt aus dem Bereich des Sanktuars des Totentempels der Hatschepsut in Deir el-Bahari. Es lassen sich darauf noch Farbreste und einige Hieroglyphen in vier vertikalen Inschriftenzeilen erkennen. Letztere umfassen im Wesentlichen zwei Titel der Königin Hatschepsut und ihre Namen, die in Kartuschen erscheinen. Beide Kartuschen weisen Meißelspuren auf, mit denen einzelne Zeichen entfernt wurden. Während die Hieroglyphen im unteren Bereich der Kartuschen bereits in der Regierungszeit ihres Neffen und Nachfolgers, Thutmosis III., entfernt worden sein können, ist der Name des Gottes Amun sicher erst in der Zeit des Echnaton getilgt worden. Nach dem Ende seiner Ära sind diese drei Zeichen jedoch wieder eingefügt worden.
(J. Tschernig)

Letzte Aktualisierung: 25.08.2025

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Priesters Hori

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"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).