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Stele des Amenemhet mit der Darstellung Thutmosis III. vor dem Gott Amun-Re

Ident. Nr.: ÄM 1638

ObjID: obj:759458

Details (Expert)

Beteiligte
Bernardino Drovetti (4.1.1776 - 5.3.1852),
Sammler*in
Datierung
Thutmosis III
Weitere Titel
Sammlungstitel: Stele des Amenemhet mit der Darstellung Thutmosis III. vor dem Gott Amun-Re
Übersetzung: Stela of Amenemhat depicting the king Thutmose III in front of the god Amon-Ra
Geografische Bezüge
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 62,5 x 36 x 18 cm

Objektbeschreibung

Den oberen Abschluss der Rundbogenstele bildet eine mit zwei Uräen behangene geflügelte Sonnenscheibe. Darunter findet sich eine Verehrungsszene, in der König Thutmosis III. dem auf der rechten Bildseite dargestellten Sonnengott Amun-Re, Herrn von Karnak, ein Trankopfer in Form von zwei Weingefäßen darbringt. Während Amun-Re die Doppelfederkrone trägt, ist der König mit der blauen Chepesch-Krone bekleidet. Zwischen den beiden befindet sich ein niedriger Tisch, auf dem verschiedene Opfergaben liegen. Trotz der prominenten Darstellung des Königs handelt es sich nicht um ein offizielles, vom König in Auftrag gegebenes Denkmal. Stattdessen wurde die Stele durch einen hochrangigen Beamten namens Amenemhet, der in dem dreizeiligen Text im unteren Bereich der Stele genannt ist, zu Ehren des Götter- und Königskults gestiftet. Amenemhet war als Bürgermeister einer Domäne tätig, die von König Thutmosis I. in der memphitischen Region eingerichtet worden war. Die daraus erwirtschafteten landwirtschaftlichen Erträge gehörten dem Königshaus.
(A. Herzberg)

Letzte Aktualisierung: 02.02.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Priesters Hori

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"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).