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Statuette der Göttin Isis-Aphrodite

Ident. Nr.: ÄM 8285

ObjID: obj:761129

Details (Expert)

Datierung
1. Jh. v. Chr.–1. Jh. n. Chr.
Geografische Bezüge
Abmessungen
Höhe: 27,1 cm (ohne Zapfen)
Höhe x Breite x Tiefe: 29,8 x 7,4 x 8,4 cm

Objektbeschreibung

Bei der Statuette handelt es sich um eine qualitätvolle und zugleich große Bronzefigur, die eine Mischung von ägyptischen und griechischen Elementen zeigt. Auf dem Scheitel befand sich ursprünglich eine Krone, von der nur noch der Aufsatz erhalten ist. In dem Vogel lässt sich nicht, wie sonst üblich, ein Geier erkennen, sondern eine Taube. Der auf der Brust verknotete Fransenmantel weist sie als Isis aus. In der ehemals vorgestreckten Rechten kann eine sich aufbäumende Schlange sowie in der Linken eine Situla ergänzt werden. Auf Grund der Taube kann diese Figur als ein Abbild der Göttin Isis-Aphrodite angesprochen werden.
(J. Helmbold-Doyé)

Letzte Aktualisierung: 25.08.2025

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).