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Statuette des Hor-chebt, Priester der Isis

Ident. Nr.: ÄM 11471

ObjID: obj:761812

Details (Expert)

Beteiligte
Heinrich Brugsch (18.2.1827 - 9.9.1894),
Grabungsleiter*in
Rudolf Mosse (8.5.1843 - 8.9.1920),
Mäzen*atin
Datierung
26. Dynastie ("Saiten")
Weitere Titel
Sammlungstitel: Statuette des Hor-chebt, Priester der Isis
Übersetzung: Statuette of Hor-khebt, priest of Isis
Geografische Bezüge
Material / Technik
Granit (Material / Stein), rot
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 27 x 11 x 16,5 cm

Objektbeschreibung

Die Statue ist in sitzender Position auf einem massiven, blockhaften Stuhl wiedergegeben. Sie trägt ein bis zu den Knöcheln reichendes, glattes Gewand, das keine weiteren Details erkennen lässt. Oberkörper und Füße sind heute leider verloren, die erhaltene Oberfläche wurde teilweise stark beschädigt. Beide Unterarme ruhen auf dem Schoß mit noch in Ansätzen erhaltenen Händen, der Dargestellte hielt einst ein heute nahezu völlig zerstörtes, göttliches Emblem vor sich, den Inschriften nach zu urteilen wohl eine Manifestation einer der in den Hieroglypheninschriften genannten Gottheiten. Die somit als theophor zu bezeichnende Statue ist daher in den Kontext einer Tempelstiftung zu verorten. An beiden Seiten des Sitzes befinden sich jeweils vier Zeilen eines eingravierten Hieroglyphentexts, während die Sockelzone und der oberhalb der niedrigen Rückenlehne ansetzende, schmale Rückenpfeiler unbeschriftet geblieben sind. Die Inschrift der linken Seite lautet: „Der König gebe ein Opfer an Osiris-den-Herrscher, zu-Gast-im-Fayûm, damit jener gebe ein Totenopfer den Ka des Priesters der Isis, Wärters des Horus, Priesters der Bastet (namens) Hor-achbit, Sohnes des Gleichbetitelten Harsomtus.“ Die Inschrift der rechten Seite lautet: „Der König gebe ein Opfer an Sobek von Schedet, damit jener gebe ein Totenopfer den Ka des Priesters des Sobek-Horus, Dieners im Tempel-Sanktuar, berichterstattenden Priesters, der seinen Herrn ankleidet im Tempel von Krokodilopolis (namens) Hor-achbit, Sohnes des Gleichbetitelten Harsomtus.“
Ein lokaler Priester namens Hor-achbit hat also nach Auskunft der Inschriften diese Statue gestiftet. Er war den Titeln gemäß für zahlreiche Gottheiten zuständig, wenn auch Ämterhäufungen in der Spätzeit nicht unbedingt der Realität entsprochen haben müssen und jene vielleicht teilweise eher Rang- denn Amtstitel waren. Priester der Isis, als Mutter des Sobek von Schedet, sind im Fayûm nur äußerst selten belegt. Auch für Bastet-Priester sind nur zwei weitere Belege vorhanden, so dass diese Statue eine wichtige Quelle für das spätzeitliche Kultgeschehen im Fayûm darstellt, zumal wir vom Haupttempel von Schedet in dieser Zeit nicht allzuviel wissen. Hor-achbit selbst ist aus anderen Quellen übrigens bislang nicht bekannt.
Die Nennung von Schedet als Kultort einer Lokalform des krokodilgestaltigen Gottes Sobek verweist dabei auf die ursprüngliche Aufstellung. In diesem Ort im Fayûm, griechisch Krokodilopolis, heute Medinet al-Fayûm, wurde die Statue von Heinrich Brugsch gefunden. Dies spricht dafür, dass sie einst in den Ortstempel des lokalen Sobek in der Hauptstadt des Fayûm gestiftet worden sein dürfte
(Jan Moje)

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

Weitere Objekte aus den Sammlungen

Thronende Göttin Isis mit dem Horusknaben (Isis lactans)

Thronende Göttin Isis mit dem Horusknaben (Isis lactans)

„Ein Schutzamulett für den Eigentümer sollte diese kleine Figur der Göttin Isis sein, die ihrem Sohn Horus die Brust reicht. Mit der linken Hand stützt sie den Kopf des Kindes, die rechte hält die Brust.Das Material ist ägyptische Fayence, die seit dem Ende des 4. Jahrtausends v. Chr. hergestellt wurde. Sie besteht aus feinem Quarzsand mit einem meist grün-blauen Glasurüberzug.Ursprünglich ist Isis nach der Bedeutung ihres Namens der „Thron“. Schon frühzeitig nahm sie jedoch menschliche Gestalt an, sitzt als junge Frau selbst auf dem Thron und trägt meist ihr Symbol als Krone auf dem Kopf; bei dieser Statuette blieb nur die Basis des Thrones erhalten. Ihre Rolle im Mythos um Leben, Tod und Wiederauferstehung des Gottes Osiris hatte sie zur volkstümlichsten und wichtigsten Göttin des ägyptischen Pantheons gemacht. Sie war die liebende Gemahlin und die trauernde Witwe des Osiris, der einst als legendärer König über Ägypten geherrscht hatte und aus Neid von seinem Bruder Seth ermordet worden war: Isis hatte den zerstückelten Leichnam mit Binden umwickelt und so bewirkt, daß Osiris wiederauferstand und fortan in mumienförmiger Gestalt im Totenreich herrschte.Isis war auch die göttliche Mutter des Horus, den sie vor den Nachstellungen des Seth in den Sümpfen des Deltas verbirgt und heimlich aufzieht, damit er später seinen Vater rächen und den Thron Ägyptens besteigen kann. Achtzig Jahre dauerte der Streit um das Erbe des Osiris, die Herrschaft über Ägypten, zwischen Seth und Horus vor dem Göttergericht. Die Zauberkunst der Isis verhilft Horus schließlich zum Sieg.So verehrten die Ägypter in Isis die Schutzgöttin für jeden Toten, vor allem aber auch die große Zauberin, deren magische Beschwörungen Kinder vor Krankheiten und allem Bösen beschützten. Die Erzählung von Isis und Horus gehörte von der Spätzeit zu den beliebtesten Themen. Beide Gottheiten genossen bis in das 3. Jahrhundert im ganzen römischen Weltreicht große Verehrung. Ihr Bild lebte fort in der christlichen Darstellung von der Gottesmutter Maria mit dem Jesus-Knaben. Der letzte Isis-Tempel auf der Insel Philae im Süden Ägyptens wurde erst zwischen 535 und 537 geschlossen.“Aus: Müller, Ingeborg, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 179 (Kat. 107).

Unvollendeter Statuenkopf der Königin Nofretete mit Korrekturangaben des Bildhauers

Unvollendeter Statuenkopf der Königin Nofretete mit Korrekturangaben des Bildhauers

Dieser unvollendete Statuenkopf wird aufgrund zahlreicher Gestaltungskriterien, insbesondere aber wegen des typischen Kronenansatzes als Bildnis der Nofretete bezeichnet. Seit Borchardts Interpretation der farbigen Büste als Bildhauermodell wurden beide Köpfe miteinander in Beziehung gesetzt und das vollendete Werk als das Vorbild für dieses angesehen.Auch wenn der erste Anblick der unvollendeten Königin bei vielen Betrachtern zunächst Verwunderung auslöst und auf manch einen Besucher geradezu abstoßend und verwirrend wirkt, so entfaltet sich dafür auf den zweiten Blick die Vorgehens- und Arbeitsweise der altägyptischen Handwerker in beispielhafter Weise.Der schon sehr weit gediehene Rohling hatte im Gesicht und am Hals bereits eine sehr gute Glättung der Oberfläche erfahren, während die gröberen Meißelspuren an den Ohren und am Kronenansatz noch roh belassen wurden. Die Augen und der Augenbrauenwulst waren bereits so exakt gesetzt, dass sie als sicherer Anhaltspunkt für die weiteren Arbeiten mit akkuraten Linien eingefasst und bemalt wurden. Auch Nase und Mund sowie die Sehnen am Hals scheinen dem Ziel schon recht nahe zu sein, doch mussten neben der Ausarbeitung einiger Details offensichtlich noch Korrekturen vorgenommen werden. Um die zu bearbeitenden Stellen zu markieren, zeichnete der Bildhauer mit gekonnt gesetzten, schwungvollen Pinselstrichen die fraglichen Partien im Gesicht an. Hierzu gehörten die fehlende, leichte Furche in der Mitte der Stirn; die Lidfalten am inneren Augenwinkel; die Ausarbeitung des linken Tränensäckchens, eine Begradigung des Nasenrückens, die fehlenden Nasolabialfalten, eine Korrektur der zu voll geratenen Lippen sowie eine zartere Modellierung der leicht eingefallenen Wangen – insbesondere auf der linken Gesichtshälfte – und die fehlenden Halsfalten.Am Kinn und um den Mund sowie an der Oberlippe kann man bereits den nächsten Abarbeitungsschritt mittels feiner, kleiner Meißelspuren erkennen. Wie viele solcher Korrekturvorgänge dieser Statuenkopf noch hätte durchlaufen sollen, kann nicht abgeschätzt werden, aber der unvollendete Kopf zeigt im Vergleich zur vollendeten Büste und zum Gipsmodellkopf der Königin (ÄM 21349), dass verlässliche Modellvorlagen in der Werkstatt unabdingbar waren, um das gesetzte Ziel eines perfekten, porträthaften, wenngleich idealisierten Abbildes der Königin zu erhalten.Aus: Seyfried, F., in: F. Seyfried (Hrsg.), Im Licht von Amarna. 100 Jahre Fund der Nofretete, Berlin 2012, S. 338 (Kat.-Nr. 123).

Statuette des Königs Echnaton

Statuette des Königs Echnaton

"Ein mit einem Schurz und vergoldeten Sandalen bekleideter, in rot-brauner Farbe ausgeführter Mann steht in leichter Schrittstellung auf einer längsrechteckigen Basis. Der ebenfalls vergoldete Schurz ist gefältelt und reicht an der Rückseite bis zur Mitte der Waden und an der Vorderseite bis oberhalb der Knie. In diesem Bereich ist er aufwendig dekoriert. So zeigt er einen Uräenfries an der unteren Borte. Ein mehrreihiger Schulterkragen schmückt den ansonsten nackten Oberkörper. Dieser ist in verschiedenen Farben ausgeführt und besitzt pflanzliche Motive, wie Blütenblätter des Lotus. An jedem Arm trägt der Dargestellte darüber hinaus jeweils einen vergoldeten, breiten Unter- und Oberarmreif. Ausladende Hüften sowie ein starker Bauchansatz bestimmen ansonsten den Körper. Der linke Arm ist gerade nach unten ausgestreckt und leicht vor den Körper gehalten, die Hand ist ebenfalls flach ausgestreckt. Dagegen ist der rechte Arm vor dem Körper angewinkelt und die Hand vor der Brust geballt. Vermutlich befanden sich in der Hand die beiden Zepter Krummstab und Geisel.Der Kopf ist nach vorne gerichtet und zeigt mandelförmige Augen, die durch schwarze und weiße Farbe hervorgehoben sind, breite Brauenbögen, eine zierliche Nase sowie einen fülligen, rot bemalten Mund. Schnur- und Backenbart wurden schwarz aufgemalt. Die Ohren liegen weit zurück und sind sehr hoch angesetzt. Bekrönt wird der Dargestellte von der Blauen Krone, die separat gearbeitet wurde, und dem dazugehörigen Stirnband. Diese sowie die wohl zu ergänzenden Zepter kennzeichnen den Mann als König, womöglich Echnaton. Auf der Basis sind neun gefesselte Feinde wiedergegeben, über die der Pharao hinwegschreitet und sie somit, im übertragenen Sinne, vernichtet. Bei den Feinden handelt es sich um die drei großen benachbarten Bevölkerungsgruppen Ägyptens: Nubier, Asiaten und Libyer.Das beschriebene Objekt wurde 1918 in Luxor von Ludwig Borchardt für James Simon angekauft, der es dem Ägyptischen Museum und Papyrussammlung Berlin schenkte. Zwar ist die genaue Herkunft nicht bekannt, jedoch ist es wahrscheinlich, dass Statuetten des Königs und seiner Familie in hauseigenen Schreinen privater Anhänger des Königspaares in Amarna aufgestellt waren."Jessica Jancziak, In: J. Helmbold-Doyé – J. Jancziak (Hrsg.), Wechselnde Identitäten. Eine Ausstellung mit Werken von Gleb Bas, Sonderschrift der Ägyptischen Sammlung (SÄS) 4, Berlin 2015, S. 48

Kleine Glocke

Kleine Glocke

Glocken sind keine moderne Erfindung. Aus Ton oder Bronze gefertigt, dienten sie schon in der Antike vielfältigen Zwecken. In Ägypten sind sie erst nach dem späten Neuen Reich (etwa um 1000 v. Chr.) archäologisch nachweisbar und wurden zunächst aus dem Nahen Osten importiert. Erst ab dem 7. Jahrhundert v. Chr. treten Glocken häufiger auf. Obwohl sie ursprünglich kein regulärer Bestandteil von Grabbeigaben waren, nimmt ihre Verbreitung im Laufe der Zeit zu, bis sie in der ptolemäischen Zeit in einer breiteren Vielfalt von Kontexten erscheinen.Glocken gehören zu der Instrumentengruppe der Idiophone („Selbstklinger“), die als Ganzes oder in Teilen selbst schwingend ihren Ton erzeugen. Aufgrund ihres hellen und klaren Tons fanden sie Verwendung bei Kulthandlungen und Tempelfesten, erfüllten jedoch zugleich schützende und magische Funktionen. Ihrem Klang schrieb man die Fähigkeit zu, böse Kräfte abzuwehren, wodurch sie sich auch als Amulette und Grabbeigaben etablierten, insbesondere im Zusammenhang mit Kindern.Diese Vorstellung entspricht grundsätzlich der im Nahen Osten verbreiteten Idee von der apotropäischen Wirkung von Lärm. Diese Vorstellung war jedoch in der ägyptischen Kultur bereits angelegt. Die schützende Kraft von Musik war schon zuvor auf andere Instrumente – etwa Tamburine und Zimbeln – übertragen worden, was die schnelle Integration der Glocken in bestehende religiöse Praktiken erklärt.Die schützende Bedeutung von Lärm war in Ägypten eng mit der Gottheit Bes verknüpft. Spätestens seit der Regierungszeit Amenophis’ III. (1388–1351 v. Chr.) zählt das Tamburin zu den charakteristischen Attributen des Bes, mit dem er in seiner Funktion als Beschützer von Kindern böse Geister vertreibt. Damit waren sowohl Bes als auch der rituelle Einsatz von Lärm bereits fest in einem Schutzkontext verankert, insbesondere im Hinblick auf Kinder. Vor diesem Hintergrund erscheint es plausibel, dass Glocken bewusst an diese bestehenden Traditionen anknüpften. Begünstigt durch die Schutzfunktion des Bes und seine Verbindung zu lärmenden Ritualpraktiken entwickelten sich Glocken zunehmend zu abstrakten Schutzamu¬letten und verloren dabei teilweise ihre ursprüngliche Funktion als Klanginstrumente.Aufgrund ihres wiederholten Auftretens in Bestattungskontexten sind Glocken in Ägypten daher primär als Objekte ritueller Bedeutung zu verstehen. Zugleich erweiterte sich ihr Gebrauch über den rein funerären Kontext hinaus. Es ist anzunehmen, dass Glocken auch im Alltag getragen wurden. Darauf weist ihr häufiges Auftreten zusammen mit anderen Amuletten hin, die nachweislich zu Lebzeiten verwendet wurden und dem Schutz ihrer Träger dienten.Der Glockenkörper des Objekts ÄM 15842 besteht aus gegossener Bronze; am oberen Ende befindet sich eine vorgeformte Aufhänge-öse.I. Regulski

Unterteil eines Gegengewichts (Menit) des Harsiese, Hoherpriester des Amun von Theben

Unterteil eines Gegengewichts (Menit) des Harsiese, Hoherpriester des Amun von Theben

Die leicht gewölbte Bronzeplatte, die reichlich mit Kupfer-, Silber- und Goldeinlagen dekoriert ist, ist der Unterteil eines Gegengewichts, eines sog. Menits. Ein Menit, das aus einem Strang von Perlenketten und einem Gegengewicht besteht, ist zugleich Schmuckstück, Rasselinstrument und Kultsymbol der Göttin Hathor.Im ovalen zentralen Bildfeld ist links eine löwenköpfige Göttin thronend dargestellt. Sie hält in ihren Händen ein Anch-Zeichen und ein sogenanntes Wadjet-Zepter, dessen Oberteil die Form einer Papyrusdolde – Symbol des Wachstums – annimmt. Die Inschrift vor der Göttin bezeichnet sie als „Mut-Sachmet-Bastet“. Die drei Göttinnen, die alle löwenköpfig auftreten können, sind also hier zu einer verschmolzen. Ihr gegenüber steht ein nackt dargestelltes Kind mit seitlicher Jugendlocke und einer Kappe mit der Uräusschlange an der Stirn. Die Uräusschlange an seinem Kopfschmuck weist hin als königliche Person aus. Er reicht Sachmet ein Sistrum mit dem Gesicht der Göttin Bat; in seiner anderen Hand hält er ein Menit. Die Inschriften zwischen Sachmet und dem Kind kennzeichnet es als der Priester, Stadtvorsteher und Wesir namens Harsiese aus. Die zwei zentralen Figuren werden von den Schutzgöttinnen der beiden Landesteile Ägyptens auf ihren Wappenpflanzen, die Geiergöttin Nechbet auf den Lotusdolden für Oberägypten und die Uräusschlangengöttin Uto auf den Papyruspflanzen für Unterägypten, flankiert. Des Weiteren füllen das mittige Zeichen für die Vereinigung der beiden Länder sowie jeweils seitlich davon zwei Rechit-Vögel über Körben, die für die Urbevölkerung Ägyptens stehen, den Platz unterhalb der Standlinie.Harsiese, dessen Name wörtlich „Horus, Sohn der Isis“ heißt, regierte als Hohepriester von Amun in Theben als Gegenkönig zu dem libyschen Herrscher Takelot I. in Unterägypten in der 22. Dynastie (Dritte Zwischenzeit). Er nimmt in dieser Szene auf dem Menit die Ikonographie des gleichnamentlichen Kindgottes an und präsentiert sich als göttlich legimitierter Regent über das Gesamtägypten vor der löwenköpfigen Göttin. Auch wenn Harsiese in Wirklichkeit lediglich ein Lokalherrscher war, nutzte er das Objekt als symbolische Manifestation seines politischen Anspruchs bzw. seiner „Pseudoherrschaft“ über die beiden Landesteile.(I. Liao)