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Vierrohriges Schminkgefäß mit vier Schminkstäben

Ident. Nr.: ÄM 10380

ObjID: obj:761973

Details (Expert)

Beteiligte
Dr. Franz Bock (1823 - 1899),
Vorbesitzer*in
Datierung
Neues Reich
Datierung engl.: New Kingdom
Weitere Titel
Sammlungstitel: Vierrohriges Schminkgefäß mit vier Schminkstäben
Übersetzung: Cosmetic vessel with four container tubes and four cosmetic sticks
Geografische Bezüge
Material / Technik
Holz (Material)
Abmessungen
Objektmaß: cm (siehe Unterdatensätze)
Gewicht: g (siehe Unterdatensätze)

Objektbeschreibung

Durch alle Epochen hindurch schminkten die Ägypter ihre Augen. Ausgangspunkt hierfür war eine schützende Wirkung der Schminke, bestehend aus Malachit und Bleiglanz, vor dem Sonnenlicht und Augenkrankheiten. Jedoch erfüllte sie auch einen kosmetischen Effekt, da sie die Augen besonders betonte, indem sie sie größer und glänzender erscheinen ließ. Schminkgefäße, wie dieses Vierröhrige, leiten sich wohl von einfachen Schilfrohren ab und wurden in Holz und Stein nachgebildet. Häufig wurden sie als Grabbeigaben zusammen mit den dazugehörigen Stäbchen zum Auftragen der Schminke aufgefunden.
(J. Jancziak)

Letzte Aktualisierung: 25.08.2025

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Priesters Hori

Statuette des Priesters Hori

"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).