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Grabstein des Asklepiades

Ident. Nr.: ÄM 11594

ObjID: obj:762059

Details (Expert)

Beteiligte
Heinrich Brugsch (18.2.1827 - 9.9.1894),
Grabungsleiter*in
Rudolf Mosse (8.5.1843 - 8.9.1920),
Mäzen*atin
Datierung
Römische Kaiserzeit
Weitere Titel
Sammlungstitel: Grabstein des Asklepiades
Übersetzung: Tombstone of Asclepiades
Geografische Bezüge
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 35 x 31,5 x 9,5 cm

Objektbeschreibung

Dieser Kalkstein kam 1892 als Geschenk von Rudolf Mosse in die Sammlung des Berliner Ägyptischen Museums. Erworben hatte diesen aus Tell el-Mugdam stammenden Stein ursprünglich Karl Heinrich Brugsch in Ägypten. Auf seiner nahezu quadratischen Vorderseite enthält er eine bis auf einige Beschädigungen in den ersten zwei Zeilen recht gut erhaltene, griechische Inschrift in 6 Zeilen mit ca. 4,5 cm hohen, aber recht schmalen und tief eingemeißelten Buchstaben, deren Form eine Datierung in die römische Zeit nahelegt. Die Inschrift ist eine Grabinschrift des Asklepiades, des Sohnes des Chairemon, der 66 Jahre alt wurde. Von dieser aus anderen antiken Quellen nicht weiter bekannten Person wird zudem berichtet, dass es sich um einen ehemaligen ‚Gymnasiarchen‛ und ‚Exegeten‛ gehandelt hat.
Es ist anzunehmen, dass Asklepiades diese beiden hohen und prestigeträchtigen liturgischen Ämter der städtischen Verwaltung in Leontopolis, dem antiken Namen des Fundorts Tell el-Mugdam, bekleidet hat, und zwar zunächst das Amt des ‚Exegeten‛ und danach das nächste städtische Amt des ‚Gymnasiarchen‛, da diese wie üblich in absteigender Reihenfolge ihrer Bedeutung angegeben sind.
(Marius Gerhardt)

Letzte Aktualisierung: 04.09.2025

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Priesters Hori

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"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).