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Relieffragment mit Darstellung von Ruderern

Ident. Nr.: ÄM 14332

ObjID: obj:763922

Details (Expert)

Beteiligte
Carl August Reinhardt (4.2.1856 - 25.11.1903),
Käufer*in
Datierung
Hatschepsut (Königin)
Datierung engl.: Hatshepsut
Weitere Titel
Sammlungstitel: Relieffragment mit Darstellung von Ruderern
Übersetzung: Relief fragment depicting rowing men
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 20 x 21,5 x 3,5 cm

Objektbeschreibung

Das kleine Fragment gehört zu einer größeren Szene aus dem Totentempel der Hatschepsut (ÄM 1636). Es zeigt drei stehende Ruderer, die ursprünglich Teil einer größeren Schiffsdarstellung und seiner Besatzung waren. Über dem Ersten von ihnen ist noch ein Teil der diagonal verlaufenden Schnüre zu sehen mit denen der aufrecht stehende Mast befestigt war. Auf dem linken Rand sind zudem noch marginale Reste einer Schiffskabine erhalten, vor der ein lediglich aufgemalter vierter Mann steht. Er hält den rechten Arm erhoben. Die Haltung des linken Arms ist nicht genau zu bestimmen. Entweder liegt die linke Hand auf der rechten Schulter, was einen Ehrerbietungsgestus darstellen würde, oder sie liegt auf dem linken Ohr. Die Bedeutung dieser letzteren Haltung ist zum jetzigen Zeitpunkt ist nicht geklärt. Auf dieser Art von Schiffen, den Barken, wurden Statuen der Hatschepsut und des Thutmosis‘ III. sowie des Gottes Amun auf dem Nil transportiert.
Nach: Geheimnisvolle Königin Hatschepsut. Ägyptische Kunst des 15. Jahrhunderts v. Chr., hrsg. v. Aksamit, Joanna und Wolniak, Izabela, Warschau 1997, S. 108 (J. Karkowski).

Letzte Aktualisierung: 02.02.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Priesters Hori

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"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).