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Tafelbild mit der Darstellung einer weiblichen Göttin (Isis?)

Ident. Nr.: ÄM 14443

ObjID: obj:764077

Details (Expert)

Beteiligte
Carl August Reinhardt (4.2.1856 - 25.11.1903)
Datierung
2.–3. Jh. n. Chr.
Geografische Bezüge
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 25 x 9 x 1 cm

Objektbeschreibung

Auf der Holztafel ist das Bild einer üppigen Frauengestalt mit Halsschmuck abgebildet. Ein Schleier (oder ein Nimbus ?) umgibt ihr langes Haar. Sie trägt eine purpurfarbene Tunika mit goldfarbenen Streifen (clavi) und darunter ein helles Untergewand, dessen Halsausschnitt mit einem filigranen Muster verziert ist. Ihren Kopf bekrönt ein sichelförmiger Gegenstand, der nur noch schwach zu erkennen ist. Es könnte sich um eine Mondsichel oder um ein Kuhgehörn handeln, womit eine Deutung als Isis möglich wäre.
(Cäcilia Fluck)

Letzte Aktualisierung: 25.08.2025

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Priesters Hori

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"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).