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Handfessel

Ident. Nr.: ÄM 15130

ObjID: obj:764875

Details (Expert)

Beteiligte
Ludwig Borchardt (5.10.1863 - 12.8.1938)
Datierung
Neues Reich
Weitere Titel
Sammlungstitel: Handfessel
Übersetzung: Handcuff
Geografische Bezüge
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 40 x 8,2 x 3 cm
Breite: 40 cm (lt. Inv.)
Gewicht: 300 g

Objektbeschreibung

Bei dem rautenförmigen Objekt handelt es sich um eine Handfessel. So musste der Gefangene seine Hände durch die große, mittlere Öffnung führen, während die kleinen Löcher wohl zum Verschnüren von Fessel und Händen dienten. Eine Verwendung lässt sich anhand der hölzernen Statuette eines gefesselten Nubiers (ÄM 1878) erkennen, dessen Handgelenke vor der Brust in einem vergleichbaren Gegenstand stecken. Auf beiden Seiten findet sich jeweils eine kurze Inschrift in Hieroglyphen. Diese nennt einen Mann namens Nebamun, der als Soldat im Regiment eines namentlich nicht genannten Pharaos diente. Sehr wahrscheinlich ist, dass diese Fessel als Beigabe im Grab seines Besitzers seine letzte Verwendung gefunden hat.
(J. Helmbold-Doyé)

Letzte Aktualisierung: 25.08.2025

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Priesters Hori

Statuette des Priesters Hori

"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).