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Ovoides Gefäß ("B-Ware") mit Topfmarke

Ident. Nr.: ÄM 12989

ObjID: obj:769093

Details (Expert)

Beteiligte
Henry Martyn Kennard (17.2.1833 - 3.8.1911),
Mäzen*atin
Datierung
Negade I
Datierung engl.: Predynastic Period, Naqada culture
Weitere Titel
Sammlungstitel: Ovoides Gefäß ("B-Ware") mit Topfmarke
Übersetzung: Ovoid jar, B-Ware with a pot mark
Geografische Bezüge
Abmessungen
Höhe x Durchmesser: 15,3 x 9,5 cm
Mündung: 5 cm
Gewicht: 287 g
Höhe: 16 cm (lt. Inv.)

Objektbeschreibung

Wenngleich die Form dieses zur B-Ware gehörenden Gefäßes charakteristisch ist, weist es doch eine Besonderheit auf: eine so genannte Ritz- oder Topfmarke, die nach dem Brand in die Gefäßoberfläche eingeritzt worden ist. Solche Markierungen, die teils vor, teils nach dem Brand angebracht worden sind, dürften weit über den normalen dekorativen Charakter hinausgehen. Ihre tatsächliche Bedeutung ist allerdings bis heute noch weitgehend umstritten. Wahrscheinlich geben sie Hinweise auf den geplanten Inhalt, Besitzer oder gar die Produktionsstätte der Gefäße oder Waren. Markant ist bei dem aus Grab 1426 in Naqada stammenden Gefäß das nach unten offene „U“, welches an die altägyptische Zahl „10“ erinnert. Ob es sich aber tatsächlich auch bei dieser Einritzung bereits um ein Zahlzeichen handelt, bleibt allerdings höchst ungewiss.
(Robert Kuhn)

Letzte Aktualisierung: 02.06.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Priesters Hori

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"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).