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Statuette des mumiengestaltigen Gottes Ptah mit einem Was-Zepter, mit ehemals eingelegten Augen

Ident. Nr.: ÄM 26005

ObjID: obj:769136

Details (Expert)

Datierung
Spätzeit
Datierung engl.: Late Period
Weitere Titel
Sammlungstitel: Statuette des mumiengestaltigen Gottes Ptah mit einem Was-Zepter, mit ehemals eingelegten Augen
Übersetzung: Statuette of the god Ptah with a was sceptre
Geografische Bezüge
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 16,5 x 5,1 x 3,2 cm

Objektbeschreibung

In dieser Figur zeigt sich der Gott Ptah eingewickelt in ein eng anliegendes Gewand, aus dem nur die Hände herausragen, die das Was-Zepter und ein quer liegendes Anch-Zeichen halten. Zu seinen Darstellungen gehört auch der breite Halskragen mit Troddel auf der Rückseite. Sein Bart ist wie der des Pharao gestaltet, wohl ein Hinweis auf die besondere Verbindung von Gott und König. Bei der eng anliegenden Kappe auf dem Kopf handelt es sich wohl um sein echtes Haar, denn dieses ist oft blau abgebildet. Nach altägyptischer Vorstellung ist Blau die Haarfarbe der Götter. Ptah war Schöpfergott, aber auch Garant für das ewige Leben.
(J. Helmbold-Doyé)

Letzte Aktualisierung: 25.11.2025

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).