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Kosmetikschälchen in Gestalt eines hockenden Affen

Ident. Nr.: ÄM 22835

ObjID: obj:770602

Details (Expert)

Datierung
Thutmosis III
Geografische Bezüge
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 1 x 3,5 x 5,5 cm

Objektbeschreibung

Das Schminken des Gesichtes und das Salben der Glieder gehörte zum Standard gehobenen Lebens von Frauen und Männern. Das ägyptische Kunstgewerbe hat besonders für den höheren Anspruch beachtliche Kreationen geschaffen. Neben speziell für den jenseitigen Gebrauch gefertigten Toilettenartikeln gab man den Verstorbenen auch gern die im Leben genutzten Gegenstände zur Schönheitspflege ins Grab. Motive für die Formgebung dieses sehr reizvollen Genres ägyptischen Kunstgewerbes lieferte oft, wie hier, die Tierwelt. Die Körper der gefesselten Antilope [ÄM 8925] und des Äffchens [ÄM 22835], das in eine Frucht beißt, bilden die flach ausgehöhlten Gefäßschalen. In ihnen befanden sich die bereits fertigen Schminkstoffe. Für die Augen wurde eine grüne Schminke aus zerriebenem und mit Fett vermischtem Malachit (Lidschatten) bzw. mit Fett vermischter Bleiglanz (Lidstrich) verwendet. Lippenrot bestand aus einer Ocker-Fett-Substanz. Anscheinend besaß die Augenschminke auch eine medizinische Bedeutung.“
(H. Kischkewitz)

Letzte Aktualisierung: 25.08.2025

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Priesters Hori

Statuette des Priesters Hori

"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).