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Gewicht in Gestalt eines Flusspferdkopfes

Ident. Nr.: VÄGM 1985/078

ObjID: obj:770750

Details (Expert)

Datierung
18. Dynastie
Weitere Titel
Sammlungstitel: Gewicht in Gestalt eines Flusspferdkopfes
Übersetzung: Weight in the shape of a hippopotamus head
Geografische Bezüge
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 2,5 x 3,1 x 4,4 cm

Objektbeschreibung

Aus dem Kunsthandel stammendes, außergewöhnliches Objekt in Form eines Flusspferdes. Von Beginn an wurde das Stück als "Gewichtsstein" interpretiert. Aufgrund des Gewichtes von ca. 99 g käme eine Abweichung vom, seit dem Alten Reich belegten Maß 1 Deben (91 g) in Frage. Ein Vergleich mit Waagsteinen aus dem Neuen Reich hat beispielsweise gezeigt, das Steine mit der Aufschrift Deben teils zwischen 85 - 100 g wiegen können, so dass auch das Berliner Stück sich hierunter gut einfügen würde. Die Datierung an den Beginn der 18. Dynastie ist unsicher und basiert allein aufgrund der Tatsache, dass viele Vergleichsfunde von tiergestaltigen Gewichtssteinen aus dem frühen Neuen Reich bekannt sind.

Letzte Aktualisierung: 04.09.2025

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Priesters Hori

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"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).