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Hockfigur des Oberdomänenverwalters Iupa (Ywp૩) mit einem Bildnis des Gottes Osiris im Naos (Naophor)

Ident. Nr.: ÄM 24022

ObjID: obj:771034

Details (Expert)

Datierung
Ramses II.
Geografische Bezüge
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 74 x 30 x 48 cm
Höhe x Breite x Tiefe: 42 x 20 x 3,5 cm (Zapfen)

Objektbeschreibung

„Wie kreativ und souverän die ägyptische Kunst mit den Regeln Jahrtausende alter Konvention umzugehen versteht, zeigt die Würfelfigur des Jupa…Sie kombiniert die älteste Form dieses Typus, die noch Beine und Arme rundplastisch ausmodelliert, mit dem Naos der naophoren Kniefigur. Der wuchtige Basisblock definiert den Raum, aus dem heraus die Statue zum Kubus geschlossen ihr plastisches Volumen entwickelt und ihre Spannung und ihre Bereitschaft bezieht, sich zu erheben. Fünf Statuentypen sind für drei Jahrtausende ägyptischer Kunst ein Rahmenwerk, in dem sich eine unerschöpfliche stilistische und ikonografische Vielfalt entwickelt. Kontinuität wirkt nicht als Beengung, sondern als Grundlage künstlerischer Freiheit.“
Aus: Wildung, Dietrich - Fabian Reiter - Olivia Zorn, Ägyptisches Museum und Papyrussammlung im Neuen Museum. 100 Meisterwerke, hrsg. v. Staatliche Museen zu Berlin, S. 78.

Letzte Aktualisierung: 03.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Priesters Hori

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"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).