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Relieffragment aus dem Totentempel des Sahure: Kopf einer männlichen Gottheit

Ident. Nr.: ÄM 28658

ObjID: obj:774206

Details (Expert)

Datierung
Sahure'
Geografische Bezüge
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 13,7 x 17,5 x 9 cm

Objektbeschreibung

Braune Farbreste im Gesicht weisen auf eine männliche Person hin. Von ihr sind der Kopf und die linke Schulter erhalten. Die Figur blickt nach rechts. Das kleinformatige Gesicht ist den altägyptischen Darstellungsprinzipien folgend im Profil abgebildet, während das rechte Auge frontal gezeigt wird. Am Kinn ist ein schmaler, am unteren Ende nach außen gebogener Zeremonialbart zu sehen. Als Kopfbedeckung trägt der Dargestellte eine lange bis auf den Rücken reichende Perücke. Den Hals schmückt ein Halskragen. Die Perlen im Halsschmuck werden durch kleine Kreise markiert. Der Stil der Figur mit ihrer Bart- und Perückenform ist bei verschiedenen Götterdarstellungen im Sahure-Tempel anzutreffen. Daher dürfte es sich bei der hier abgebildeten Person ebenfalls um eine Gottheit handeln.

Letzte Aktualisierung: 25.08.2025

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Priesters Hori

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"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).