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Kette aus "Schichtaugenperlen"

Ident. Nr.: ÄM 26749

ObjID: obj:774333

Details (Expert)

Datierung
Spätzeit
Geografische Bezüge
Abmessungen
Länge x Durchmesser: 42 x 2,4 cm

Objektbeschreibung

Die Kette setzt sich aus vierzig unterschiedlich großen Perlen zusammen, die aus gelbem, blauem und weißem Glas gefertigt wurden, wobei die blau-weiße, augenähnliche Verzierung namensgebend ist. Die Augenfinden sich auf wenigen Perlen in einfacher Ausführung, zumeist jedoch in doppelten Reihen paarweise angeordnet. Ihr Durchmesser ist von der Größe der rundlichen Perlenabhängig, die zwischen 0,9 und 2,3 cm beträgt. Für die Herstellung wurden verschieden gefärbte Glasstäbe zusammengeschmolzen und anschließend in kleine Teile gedrückt und geteilt. Abschließend wurden die Perlen im erkalteten Zustand abgeschliffen und poliert.
Nähere Fundumstände zu der Kette sind heute nichtmehr bekannt. Somit kann nur gemutmaßt werden, dass diese Teil einer Grabausstattung oder aber eine Votivgabe in einem Heiligtum war, wenngleich ein Grabfund als wahrscheinlicher gilt. Es bleibt unklar, ob es sich um Importstücke handelt oder solche aus einer ägyptischen Werkstatt, denn „Schichtaugenperlen“ sind an ca. 800 Fundorten belegt. Das geographische Gebiet reicht von Portugal bis zum Schwarzen Meer, dem Vorderen Orient und von Deutschland bis Nordafrika. Am häufigsten sind gelbe und orangefarbene oder blaue und grüne Perlenaus opakem Glas mit ihren zumeist blau-weißen Augenzwischen dem 5. und 4. Jh. v. Chr. nachgewiesen.
J. Helmbold-Doyé

Letzte Aktualisierung: 25.08.2025

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Priesters Hori

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"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).