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Demotischer Papyrus mit einem Ehevertrag zwischen Hapertais und Seniah

Ident. Nr.: P 13614

ObjID: obj:823549

Details (Expert)

Beteiligte
Friedrich Zucker (30.6.1881 - 4.4.1973),
Grabungsleiter*in
Weitere Titel
Sammlungstitel: Demotischer Papyrus mit einem Ehevertrag zwischen Hapertais und Seniah
Übersetzung: Demotic papyrus with a marriage contract between Hapertais and Seniah
Geografische Bezüge
Abmessungen
Höhe x Breite: 12,5 x 33,5 cm

Objektbeschreibung

Papyrus war ein sehr beliebtes jedoch teures Schreibmaterial im Alten Ägypten. Dieser Papyrus stammt von der Nilinsel Elephantine in Ägypten und wurde während der Ausgrabungen der damals Königlichen Museen durch Otto Rubensohn und Friedrich Zucker zu Beginn des 20. Jahrhunderts ausgegraben. Die hier verwendete Schrift ist das sogenannte Demotische. Dabei handelt es sich um eine sehr verkürzte Kursivschrift des Alten Ägypters, die gerade in persischer und griechisch-römischer Zeit eingesetzt wurde. Von der Nilinsel Elephantine stammen zahlreiche demotische Papyri und Ostraka dieses Zeithorizonts.

Auf diesem Papyrus hat sich ein in Demotisch geschriebener Ehevertrag erhalten. Abgeschlossen wurde er zwischen Hapertais, Sohn des Teos und der Taiu-nacht, und Seniah, Tochter des Pa-anch-i-ı͗r-iy und der Teti-Sopdu, dabei ist dieser Papyrus diejenige Version, in der der Ehemann spricht. Die Kinder werden als Erben allen Besitzes eingesetzt. Sollte Hapertais sich scheiden lassen wollen, muss er Seniah 2 Silberkite und 50 Maß Emmer auszahlen. Auf der Rückseite haben sich Zeugenunterschriften erhalten.

V. Lepper, J. Moje

Letzte Aktualisierung: 14.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Priesters Hori

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"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).