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Opferplatte mit Opfernden und hockendem Frosch

Ident. Nr.: ÄM 2749

ObjID: obj:835727

Details (Expert)

Beteiligte
Heinrich Brugsch (18.2.1827 - 9.9.1894)
Datierung
Historische Datierung: Spätzeit
Geografische Bezüge
Abmessungen
Breite: 6,3 cm (lt. Inv.)

Objektbeschreibung

Das kleine Bronzestück zeigt eine rechteckige Opfertafel mit einem vorne vorspringenden Ausguss. Am hinteren Rand kniet ein Mann mit Opfergaben. Er hält auf dem Kopf eine flache Schüssel mit fünf runden Broten. Auf der Fläche der Opfertafel sind zwei gegenseitig zugewandte Enten und fünf Brote zu sehen. In jeder Ecke der Opfertafel steht außerdem jeweils ein hohes Weißbrot, wobei zwei davon weggebrochen sind. Ein nach vorne blickender Frosch hockt direkt über dem Ausguss. Zwei Ringe an den beiden Seiten des knienden Mannes sind wohl zur Befestigung vorgesehen.
Die Frösche waren Garanten für beständig neu entstehendes Leben und Fruchtbarkeit. Sie wurden als Wesen des Urgewässers, des Nun, verstanden. So konnten die männlichen Mitglieder der Achtheit von Hermopolis, zu der der menschengestaltige Nun gehörte, als froschköpfige Wesen abgebildet werden. In Philae ist die Nilquelle ebenfalls als Frosch dargestellt. Auch die an Opferbecken und Opferplatten hockenden Frösche lassen sich in diesem Zusammenhang deuten: Als die Nun zugehörigen Urwesen garantieren sie die Fülle der Opfergaben, die auf der Opfertafel sowie der Schüssel auf dem Kopf des Opfernden dargestellt sind und dauerhaft den Besitzer zur Verfügung stehen sollen.
(I. Liao)

Letzte Aktualisierung: 25.08.2025

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Priesters Hori

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"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).