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Malle Babbe

Ident. Nr.: 801C

ObjID: obj:863623

Details (Expert)

Beteiligte
Ausführung: Frans Hals (1582/83 - 1666),
Maler*in
Datierung
Ausführung: um 1640-1646
frühere Datierung: 1633/35
Systematik/Art
Weitere Titel
Malle Babbe
Übersetzung: Malle Babbe
Geografische Bezüge
Herstellungsort: Haarlem,
Stadt
Material / Technik
Leinwand
Abmessungen
Bildmaß: 78,5 x 66,2 cm
Erwerbung
1874 Ankauf mit der Sammlung des Bankiers Barthold Suermondt, Aachen

Objektbeschreibung

Seit der ersten Veröffentlichung von Frans Hals „Malle Babbe“ 1869 durch Thoré-Bürger erfuhr das Bild große Bewunderung und Anerkennung für seine herausragende Ausdrucksstärke, meisterliche, skizzenhafte Modellierung und Spontanität.
Man scheint bereits früh dafür gesorgt zu haben, dass die Dargestellte auch für spätere Generationen noch zu identifizieren war. Dies legt zumindest eine vermutlich noch aus dem 17. Jahrhundert stammende Aufschrift auf der Rückseite des Gemäldes nahe: „Malle Babbe van Haerlem […] Frans Hals.“ Erst vor einigen Jahren konnte durch Archivforschungen belegt werden, dass es sich hierbei um Barbara Claes (gest. 1663) handelt, eine geistig zurückgebliebene, „verrückte“ [malle] Frau aus Haarlem. 1646 wurde sie wegen unsittlichem Verhalten in das sogenannte „werkhuis“, eine Unterbringung für geisteskranke Menschen, eingewiesen, wo sie insgesamt 15 Jahre verbrachte. Die am Stadtrand gelegene Einrichtung war gleichzeitig Irrenanstalt und Armenhaus, Zuchthaus für Gewalttätige und Besserungsanstalt für sozial Auffällige. Auch ein Sohn und die älteste Tochter von Hals wurden hier zeitweilig aufgenommen, allerdings erst Jahre, nachdem das Berliner Bild entstanden sein dürfte. Vermutlich kannte Frans Hals die „Malle Babbe“ als eine stadtbekannte, berüchtigte Bewohnerin Haarlems und fertigte ihr Abbild an, welches sich zwischen naturalistischem Porträt und idealtypischem Genrebild bewegt.
Das Gemälde zeigt die lebensgroße, an einem Tisch sitzende Figur der Malle Babbe. Mit ihrer rechten Hand ergreift sie den Henkel eines Zinnkrugs mit aufstehendem Deckel. Auf ihrer linken Schulter sitzt eine Eule. Durch die komplexen, gegenläufigen Bewegungsmotive scheint die Figur spontan und wie in einer Momentaufnahme festgehalten. Während ihr Oberkörper nach links zur Tiefe hin ausgerichtet ist, scheint sie ihren Kopf eben gerade lachend nach links gedreht zu haben. Nur der auf dem Tisch abgestellte Zinnkrug setzt in der von kreuzenden Diagonalen bestimmten Komposition als einzige Lotrechte im Bild einen stabilisierenden Akzent. Auch die offene Pinselführung, die sich nur im Gesicht zu dichterer Modellierung schließt, die Formangaben ansonsten jedoch summarisch – in schlagartig gesetzten Zügen – belässt, trägt zu dem Eindruck einer spontan und wie zufällig erfassten Momentaufnahme bei.
Die auf der Schulter von der „Malle Babbe“ sitzende Eule darf wohl als Symbol der Trunksucht gelesen werden und auf die zeitgenössische Redewendung »zoo beschonken als een uil« (so betrunken wie eine Eule) anspielen. Als Personifizierung eines vergleichbar verurteilenswerten Lasters – dem Rauchen - wurde die „Malle Babbe“ auch auf dem Berliner Bild „Wie die Alten sungen, so pfeifen die Jungen“ von Jan Steen aufgenommen (Kat.Nr. 795D).
Im Zentrum des Bildes steht – auch malerisch - das Lachen. Als „Meister des Lachens“ wusste Frans Hals seinen Bildern und Porträts eine bis dahin ungekannte Lebendigkeit zu verleihen. Etliche seiner meist volkstümlichen Figuren malte er mit einem offenen Lachen und entblößten Zähnen – eine Darstellungsform, die für Porträts aufgrund der gültigen Verhaltensregeln im calvinistisch geprägten Holland unmöglich gewesen wäre. Das unmäßige, vom Alkohol entgleiste Lachen der „Malle Babbe“ stellt denn auch einen deutlichen Verstoß gegen die gültigen Moralvorstellungen der Zeit dar und ist nur für gesellschaftliche Außenseiter als Darstellung denkbar. Durch die offene, ungestüme Malweise fordert Frans Hals ein Zurückweichen des Betrachters vom Bild und verhilft der gesellschaftlich ausgegrenzten, abschreckenden Figur der „Malle Babbe“ so zu eigener Freiheit und Autonomie. Katja Kleinert | 200 Meisterwerke der europäischen Malerei - Gemäldegalerie Berlin, 2019
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Since the first publication of Frans Hals’ Malle Babbe in 1869 by Thoré-Bürger, this painting has earned great admiration and recognition for its outstanding intensity of expression, masterly, sketch-like modelling, and spontaneity.

At an early date, seemingly, it was ensured that the person portrayed would still be identifiable in later generations. This, at least, is suggested by an inscription on the back of the painting, dating probably from the 17th century: “Malle Babbe van Haerlem […] Frans Hals.” It was not until a few years ago that archive research demonstrated that this was Barbara Claes (died 1663), a mentally handicapped, “mad” (malle) woman from Haarlem. In 1646, on account of immoral behaviour, she was taken to the so-called “werkhuis”, a home for mentally ill persons, where she spent 15 years in all. This institution on the edge of town was at one and the same time a madhouse and a poorhouse, a prison for violent persons and a place of correction for anti-social persons. A son and the eldest daughter of Hals were admitted to it, though not until some years after the Berlin work was painted. Frans Hals was probably acquainted with Malle Babbe, as she was a notorious resident of Haarlem, well-known in the town. He painted a likeness that is situated between a naturalistic portrait and a genre picture of a type of person.

The painting shows the life-size figure of Malle Babbe, sitting at a table. With her right hand, she grasps the handle of a pewter mug, its lid open. An owl sits on her left shoulder. Thanks to its complex motifs of contrary movements, the figure seems to have been captured spontaneously, as if in a snapshot. Whereas her chest is oriented to the left towards the background, she seems to have turned her head to the left, just beginning to laugh. Only the pewter mug placed on the table, the sole vertical in a composition dominated by crossing diagonals, lends a stabilizing touch to the picture. The open brushwork, too, which closes to model the face more densely but otherwise leaves the forms in summary delineation, with abruptly placed strokes, contributes to the impression of a spontaneous portrayal of a moment, captured as if by chance.

The owl sitting on Malle Babbe’s shoulder should probably be seen as a symbol of drunkenness, a reference to the contemporary idiom “zoo beschonken als een uil” (as drunk as an owl). As a personification of a similarly deplorable vice, smoking, Malle Babbe was also depicted on Jan Steen’s painting in Berlin As the Old Sing,
So the Young Pipe.

Laughter is the middle of the picture, and is also at its centre artistically. As the “master of laughter”, Frans Hals was able to impart an unprecedented liveliness to his scenes and portraits. He painted several of his figures, usually folksy characters, laughing openly and showing their teeth – a manner of depiction that would have been impossible in Calvinist-dominated Holland for portraits, in consequence of the prevalent rules of behaviour. The intemperate, alcohol-induced laughter of Malle Babbe thus represents a clear violation of the moral beliefs valid at that time, and is conceivable only for the portrayal of social outsiders. By means of his open, impetuous manner of painting, Frans Hals demands that the beholder shrinks back from the picture, and thus gives the socially marginalised, off-putting figure of Malle Babbe her own freedom and autonomy. Katja Kleinert | 200 Masterpieces of European Painting - Gemäldegalerie Berlin, 2019

Letzte Aktualisierung: 03.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Gemäldegalerie

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Stillleben mit toten Vögeln

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Auf einer vom Bildrand angeschnittenen Tischplatte sind mehrere tote Vögel arrangiert: Ein Rebhuhn liegt kopfüber auf einem Holzeimer mit Bügel im Hintergrund, die Krallen nach links ausgestreckt. Bei dem auf einen Zweig gespießten Vogel in der Mitte handelt es sich vermutlich um eine Drosselart. Es war üblich, Drosseln mit leimbestrichenen Zweigen zu fangen. Links vorne liegt ein großer Buntspecht, rechts daneben ein Wiedehopf. Als Autor des kleinen ovalen Gemäldes vermutete man früher den Leidener Maler und Zeichner Philips Angel, den Verfasser des bedeutenden Traktats „Het Lof der Schilderkonst“ („Lob der Malerei“). Tatsächlich stammt das Berliner Bild jedoch von der Hand seines Großcousins, des gleichnamigen Middelburger Stilllebenspezialisten und Radierers.| Britta BodeSIGNATUR / INSCHRIFT: Bez. unten: P Angel 1650_______________________________________________________________________________________________________________________________________On a table, cut into by the edge of the painting, several dead birds are arranged in different poses. A partridge lies upside-down on a wooden basket with a hanger in the background, claws stretched out to the left. Corresponding with the capturing technique of the time, the thrush is skewered up with a glue covered twig. In the front, left, lies a woodpecker, right next to it a Eurasian hoopoe. This hand-palm sized oval has been formerly attributed as one of the lesser known works of Leidener painter and draughtsman Philips Angel. Angel was the author of the important treatise „Het Lof der Schilderkonst“ („Praise to art”). The Berlin painting, however, has been attributed to his great-cousin, a Middelburg still-life specialist and etcher by the same name.| Britta Bode

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Auch die musizierenden und spielenden Engel gehören in diesen Zusammenhang. Durch die symbolische Ausdeutung der Umgebung und die Erscheinung der Engel wächst dem Ort die Qualität eines Paradiesgartens zu. Der Ort der Ruhe auf der Flucht ist zugleich ein Ort himmlischer Freuden. Graphische Vorlagen Dürers wie die Heilige Familie mit den Hasen von 1496/97 haben anscheinend die Bildgestalt Cranachs mit bestimmt. Einige Motive der Darstellung sind dort vorgebildet. Cranach hat später, 1509, die Komposition in Holzschnitten noch einmal verarbeitet. Eine ziemlich getreue Kopie des Gemäldes wird in Wien verwahrt. Ihre Existenz deutet darauf hin, daß unser Gemälde von Cranach noch vor seiner Abreise aus Wien gemalt wurde. Das Gemälde ist das erste von Cranach signierte und datierte Werk. Die Rekonstruktion und Sicherung der Malerei Cranachs vor seiner Wittenberger Zeit wäre ohne die Kenntnis dieses Bildes kaum möglich gewesen. Lange Zeit war es nur durch Beschreibungen, aber kaum durch Anschauung bekannt. 1892 wurde es auf einer Ausstellung in München erstmals gezeigt. Dieses Ereignis bestimmte die Forschung über Cranachs Frühzeit wesentlich mit. Das Gemälde ist eines der frischesten und künstlerisch bedeutendsten Werke Cranachs überhaupt. Wilhelm H. Köhler | 200 Meisterwerke der europäischen Malerei – Gemäldegalerie Berlin, 2019SIGNATUR / INSCHRIFT: am unteren Rand: Monogramm LC (auf einem Zettel) und Datum 1504___________________________________________________________________________________________The Holy Family is resting on a grassy slope. Mary sits on the edge of a path on the right, the child in her lap. Joseph stands behind her holding his hat in his hand and leaning on his staff. Three sumptuously dressed angels stand in the middle singing and playing flutes. One of the five naked angel cherubs is listening to them, another is asleep resting its head on the mossy hill behind, near the spring. There, a third cherub is drawing water into a pilgrim’s flask with an opening at the side. An angel brings the Christ child strawberry plants in flower and in fruit; another brings a bird flapping its wings, a parrot. The many varieties of plants, among them cowslips, thistles, columbine and fumitory, give the place the appearance of a flowering garden. The scene is enclosed from behind by the hillside rising on the left on which both green and dead trees stand around the young spruce, by the aging grey fir tree in the middle and by the birch on the right. Mountains can be seen in the background.The depiction of the scene is unusual because of the numerous legendary and symbolic allusions that are woven in. The flowering garden in the foreground, enclosed by the mountains in the background, can be interpreted as a place of joy and as a sanctuary. Several of the plants are allusions to Mary and Christ or to events connected with them. The strawberry is considered to be a fruit of paradise, while the columbine and the cowslip stand for Mary and Christ and refer to the Passion. The thistle, too, as a thorny plant recalls the crown of thorns and the suffering of Christ. Thus, the joyous scene is marred by allusions to the suffering to come. According to legend, the spring began bubbling out of the hillside at the Christ child’s bidding in order to quench the thirst of weary travellers. At the same time, it transformed the barren place into a garden to which the playing and music-making angels also belong. The symbolic interpretation of the surroundings and the appearance of the angels lends the place the quality of a garden of paradise. The resting place during the flight is simultaneously a scene of heavenly joy.Dürer’s graphic models for the painting, such as the Holy Family with the Rabbits from 1496/97, apparently also had an influence on Cranach’s composition. Some of the motifs are already present there. Later, in 1509, Cranach reworked the composition in woodcuts. A copy of the painting that is highly faithful to the original is preserved in Vienna. Its existence suggests that the Cranach in question here was painted before the artist left Vienna.This is the first work to be signed and dated by Cranach. Without knowledge of this painting, it would have been well-nigh impossible to reconstruct and reliably attribute Cranach’s pre-Wittenberg oeuvre. For a long time, it was known only through descriptions but without actually having been seen. It was shown for the first time at an exhibition in Munich in 1892. This event played a major role in subsequent research into Cranach’s early period. The painting is one of the freshest and artistically most significant works that Cranach ever produced. Wilhelm H. Köhler | 200 Masterpieces of European Painting – Gemäldegalerie Berlin, 2019

Friedrich der Große vor der Schlacht bei Torgau

Friedrich der Große vor der Schlacht bei Torgau

Im Jahre 1741 trat Rode in die Werkstatt des preußischen Hofmalers Pesne ein. Hier konnte er seine künstlerischen Fähigkeiten optimal erschließen. Sicher auch auf dessen Anregung hin begab sich Rode um 1749 auf eine mehrjährige Studienreise nach Paris. Anfang der fünfziger Jahre weilte er gemeinsam mit dem Maler Adolf Friedrich Harper in Rom und Venedig. Hier hatten es ihm die glühenden Farben der Bilder von Tizian und Tintoretto angetan. Seit etwa 1753 lebte Rode wieder in Berlin. Die Erfahrungen der Studienreisen prägten sein künstlerisches Selbstverständnis. Mit nur unwesentlichen Modifikationen behielt er seinen Stil bis zum Lebensende bei. Seit 1770 wurde Rode in den Unterlagen der Berliner Kunstakademie als »Historien-Mahler« geführt. Mehrfach hatte er bereits erfolgreich für Friedrich den Großen gearbeitet. Dieser muss Rodes Stücke sehr geschätzt haben. So überrascht es nicht, dass er den Maler 1783 umgehend auf die vakante Akademiepräsidentenstelle berief. Mit der Reorganisation der Akademie unter ihrem Präsidenten Rode und dessen Stellvertreter Daniel Nikolaus Chodowiecki im Jahre 1786 ist auch dem neuen allgemeinen Interesse an vaterländischer Geschichte und ihrer Bewahrung in Artefakten entsprochen worden. Fortan unterstützte die Akademie zeitgemäße Kunst durch die Formulierung geeigneter Prämierungsgrundsätze. Sie sollte gewissermaßen »aus der uns allen sehr interessanten Brandenburgischen Geschichte« schöpfen, wie Chodowiecki im Mai 1786 in einem Vortrag äußerte. Einen Höhepunkt bedeuteten die von Christoph Friedrich Nicolai zwischen 1788 und 1792 veröffentlichten sechs Hefte: Anekdoten von König Friedrich II. von Preußen und von einigen Personen, die um ihn waren. Es handelt sich hierbei um eine geprüfte frühe Quellenliteratur. Diese Veröffentlichungen haben auch Rodes Ereignisbilder zur vaterländischen Geschichte maßgeblich bestimmt. Er war der erste Maler in Brandenburg-Preußen, der sich bemühte, Historiographie frei von barockem Pathos in weltliche Ereignisbilder umzusetzen. Damit hatte der Künstler sich weitgehend vom klassischen Historienbild gelöst, wo die Taten exponierter Personen in mythologische oder religiöse Handlungen eingebettet wurden.Ein Zeugnis dieser neuen Reflexionsweise ist unser Gemälde, für dessen thematische Rahmenhandlung ein Hauptgefecht des Siebenjährigen Krieges (1756-1763) gewählt wurde. Nachdenklich lehnt der König an einer Eiche, die als Kompositionsachse dient. Er behütet den Schlaf seines treuen Dieners, des Husarengenerals Hans Joachim von Zieten. Eine Soldatenfrau, glücklich über das in der Nähe befindliche Feuer, stellt einen Topf mit Kartoffeln in den provisorischen Herd, ohne die Herrschaften zu bemerken. Eifrig facht sie die Glut an, so dass Asche in des Königs Gesicht geblasen wird. Dieser aber lässt sie gnädig gewähren, während er sich mit seinem Mantel schützt. Die Figuren sind in ein gedachtes ungleichschenkliges Dreieck gespannt, wodurch eine geradezu klassische Statuarik entsteht. Eine schöne Landschaft umschließt die Gruppe. Sie ist das Resultat von Rodes vielfältigen Naturstudien im Harz, im märkischen Oderland sowie in Schlesien. Das Licht des Lagerfeuers hebt die Akteure der Haupthandlung hervor. Damit hatte sich Rode die Möglichkeit eröffnet, die Glut eines gedämpften Kolorits zu verwenden, wie er es während seiner venezianischen Studienzeit kennen- und schätzengelernt haben dürfte. Eine flüchtige Zeichnung zur Vorbereitung der Komposition von Rodes Hand wird im Berliner Kupferstichkabinett aufbewahrt. Das Gemälde wurde auf der Berliner Akademieausstellung des Jahres 1793 gezeigt. Es gehört zu einer locker gefügten Fridericiana, die zwischen 1786, respektive 1791, und 1795 entstand. Von den ursprünglich strenggenommen – acht Bildern sind nur vier erhalten. Erstaunlicherweise ist zu Lebzeiten des Malers keines von ihnen verkauft worden. Offenbar entsprachen die hier geschilderten Charaktereigenschaften des verblichenen Königs – Bescheidenheit, Furchtlosigkeit und Witz – sowie die Verwendung zeitgenössischer Kostüme nicht den Vorstellungen des Publikums, dem das zeitlos Erhabene vorzuschweben schien.| 200 Meisterwerke der europäischen Malerei - Gemäldegalerie Berlin, 2010SIGNATUR / INSCHRIFT: Bez. rechts unten am Stein: B. Rode / 1791._____________________________________________________________An anecdote relates that the king leant thoughtfully against an oak. He is watching over the sleep of his faithful servant, the Hussar General Zieten. A soldier’s wife is placing a pot of potatoes on the provisional hearth, without noticing the gentlemen. She is fanning the ashes so enthusiastically that ash is being blown in the king’s face. However, he graciously allows her to continue, while he protects himself with his cloak. The glow of the campfire highlights the protagonists. The painting was shown at the 1793 Berlin Academy exhibition (picture no. 2). It belongs to the so-called Fridericiana, a loose set of paintings by Rode created between 1786 and 1795, that were subsequently declared to be a series and depict important events of the biography of Frederick the Great (1712–1786). The Fridericiana ideologically follows the Brandenburgiana, a series of paintings by Rode created between 1757 and 1763 depicting events from Brandenburg-Prussian history.