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Thronende Maria mit dem Kind und den Heiligen Johannes der Täufer, Franziskus von Assisi, Paulus und Hieronymus

Ident. Nr.: 1170

ObjID: obj:871275

Details (Expert)

Beteiligte
Ausführung: Marco Zoppo (1433–1478),
Maler*in
Datierung
Ausführung: 1471
Weitere Titel
Sammlungstitel: Thronende Maria mit dem Kind und den Heiligen Johannes der Täufer, Franziskus von Assisi, Paulus und Hieronymus
Übersetzung: Mary Enthroned with Child and Saints John the Baptist, Francis of Assisi, Paul and Jerome
Geografische Bezüge
Italien,
Land
Material / Technik
Pappelholz
Abmessungen
Bildmaß: 268 x 258 cm

Objektbeschreibung

Dieses nahezu quadratische Altarbild schmückte ursprünglich den Hauptaltar der Kirche S. Giovanni Battista in Pesaro, die deren Stadtherr Alessandro Sforza hatte erbauen lassen. Konzeptionell entspricht es dem Bildtypus der Sacra conversazione (heilige Unterhaltung): Es zeigt die Jungfrau und das Jesuskind mit vier Heiligen im
selben, hier quadratischen Bildraum. Diese Darstellungsweise, eine Modernisierung des seinerzeit weit verbreiteten Polyptychons, war in den 1430er-Jahren von Fra Angelico und Filippo Lippi in Florenz entwickelt worden. Im Veneto fand sie erst ab der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts Eingang in die Malerei, obwohl Künstler wie Andrea Mantegna und Giovanni Bellini entsprechende Vorstöße unternahmen. Doch es war Marco Zoppo, der mit seiner Thronenden Madonna den entscheidenden Schritt wagte.

Der in Cento bei Bologna geborene Zoppo kam Mitte der 1450er-Jahre nach Padua, um unter Francesco Squarcione zu arbeiten, der ein Jahrzehnt zuvor bereits Andrea Mantegnas Lehrer gewesen war. In Padua entwickelte Zoppo einen kalligrafischen, »mineralischen« Stil, der auch diese Tafel prägt: Die Gewänder der
Figuren scheinen wie in Bergkristall geschnitten, ebenso wie die Thronornamente, vor allem die mit Wacholderzweigen geschmückten Schalen von Meeresschnecken auf beiden Seiten.

Zoppos Signatur im Unterteil des Bildes verweist darauf, dass das Bild in Venedig entstand, der Heimat Giovanni Bellinis. In den hellen Farben und dem reinen Licht, in das die Landschaft im Hintergrund getaucht ist, zeigt sich der Einfluss Bellinis. Sie wurden später zu einem allgemeinen Charakteristikum der venezianischen Malerei. Die Art und Weise, in der Zoppo die Figuren im Vordergrund mit der Landschaft im Hintergrund zu verzahnen sucht, ist bemerkenswert: Die von einer Blumengirlande gerahmte Kirche oberhalb von Marias Thron ist keine andere als S. Giovanni Battista in Pesaro, für die dieses Bild gemalt wurde.

Ein Vergleich mit den Werken Giovanni Bellinis zeigt jedoch die Kluft zwischen beiden Künstlern. Auch der junge Bellini entwickelte, inspiriert von Mantegna, zunächst einen sehr mineralischen Stil, von dem er sich löste, als er zu einem eigenen Stil fand. Zoppo jedoch konnte offenbar nicht anders, als alles, was er malte, zu
»versteinern«: Die Heiligenscheine schweben über den Köpfen der Dargestellten wie goldene Scheiben, und selbst die Vegetation scheint aus Stein gehauen. Ein paar Jahre nachdem Zoppo sein Altarbild vollendet hatte, erhielt Bellini den Auftrag, für die zweite Franziskanerkirche in Pesaro eine Marienkrönung (Abb. links)
zu malen, die das Format und die Verzahnung der Figuren mit der Landschaft aus Zoppos Version aufgriff. Das Verhältnis von Farbe und Licht ist in Bellinis Gemälde viel subtiler ausbalanciert. Wir wissen nicht, ob Zoppo das Werk seines Konkurrenten je zu Gesicht bekam oder ob er seine Niederlage eingestand. Die Gelegenheit für eine Revanche blieb ihm verwehrt, denn er starb 1478 im Alter von nur 45 Jahren. Neville Rowley | 200 Meisterwerke der europäischen Malerei - Gemäldegalerie Berlin, 2019

SIGNATUR / INSCHRIFT: MARCO ZOPPO DABOLO/GNIA PINSIT MCCCCLXXI/I(...) VINEXIA
_______________________________________

This altarpiece originally occupied the main altar of the Church of San Giovanni Battista in Pesaro, built by the lord of the place, Alessandro Sforza. Its typolog follows the scheme of the sacra conversazione or “holy conversation”, with the Virgin and Child surrounded by saints represented in the same space, in square format. This type of representation, which modernized the ancient typology of the polyptych, had been invented in Florence in the 1430s by Fra Angelico and Filippo Lippi. In Veneto, painters still hesitated to use it until the second half of the 15th century, even if artists like Andrea Mantegna and Giovanni Bellini made attempts in this direction. But it was Marco Zoppo who proposed a decisive step with this very painting.

Born in Cento, near Bologna, Zoppo came to Padua in the mid-1450s to work with Francesco Squarcione, who had been Andrea Mantegna’s master a decade before. There, he developed a style calligraphic and mineral, well visible in the present painting: the draperies of the figures seem to have been cut in a rock crystal, as the ornaments of the throne, to begin with the shells on the sides, containing beautiful juniper flowers.

In his signature at the bottom of the picture, Zoppo indicates that he had made this altarpiece in Venice, home of Giovanni Bellini. The taste for transparent colour and pure light, which is clearly seen in the distant landscape surrounding the figures, can be identified as an influence from Bellini and would later become common in Venetian painting. It is interesting to notice how Zoppo tries to link the figures in the foreground to the landscape behind them: the church in the distance, framed by a garland of flowers above the throne of the Virgin, is none other than the church of San Giovanni Battista in Pesaro, for which the altarpiece was painted.

A comparison with the work of Giovanni Bellini shows, however, the gap between the two artists. The young Bellini also used to paint in a very mineral style, inspired by Mantegna, before detaching himself from this influence in order to reach a synthesis of his own. Zoppo could not help but continue petrifying everything: the halos on the saints’ heads look like golden plates, while even the vegetation in the landscape seems made of rocks. A few years after Marco Zoppo’s altarpiece, Bellini was asked by the other Franciscan order in Pesaro to paint a Coronation of the Virgin (fig. left) that should take up the unified format and the integration between holy characters and landscape. Here, the balance between colour and light is much subtler than for Zoppo. It is not known whether Zoppo saw Bellini’s work, or whether he admitted his defeat; in any case, he never had the opportunity to ask for revenge, for he died in 1478, at the age of only 45. Neville Rowley | 200 Masterpieces of European Painting - Gemäldegalerie Berlin, 2019

Letzte Aktualisierung: 03.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Gemäldegalerie

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Obschon Rubens in erster Linie Historienmaler war und nur vergleichsweise wenige Landschaften schuf, bezeichnen seine Werke dieses Gegenstandes den Höhepunkt der flämischen Landschaftsmalerei im 17. Jahrhundert. Dabei beeindruckt die Spannweite seiner Naturdeutungen. Im Berliner Gemälde spiegelt sich Rubens Interesse an der ländlichen Umgebung Antwerpens wieder, wobei wesentliche Elemente von Figurenerzählung und Bildaufbau auf zwei frühere Gemälde zurückgehen. Zum einen ist dies die Wiese von Laeken (London, Buckingham Palace) und auf die Polderlandschaft (München, Alte Pinakothek). Dem Münchener Bild ist die aus drei Kühen und den beiden sitzenden Frauen zusammengestellte Mittelgruppe entlehnt. Darüber hinaus sind Eigenzitate im Motiv der pissenden Kuh am Rande des Wassers und im Tier links am Bildrand nachzuweisen. Vergleichbar ist auch der Schauplatz der Weide- bzw. Melkszene mit dem zur vorderen Bildebene absinkenden Terrain und dem Tiefenausblick links. 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The breadth of his interpretations of natural scenery is impressive. The Berlin painting displays Ruben’s interest in the countryside around Antwerp. Key elements of the composition of the figures and the overall composition can be traced back to two earlier paintings, Farm at Laken (London, Buckingham Palace) and Landscape with Cows (Munich, Alte Pinakothek). From the Munich painting, Rubens has borrowed the central group with the three cows and the two seated women. Also, the urinating cow at the edge of the water and the animal on the left side of the painting are both quotes from this earlier work, as is the scene undulating meadow that sinks towards the front edge of the painting and the view into the distance on the left.As well as the visible analogies, there are also several invisible ones. 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Landschaft aus der römischen Campagna, mit Matthäus und dem Engel

Landschaft aus der römischen Campagna, mit Matthäus und dem Engel

Poussin, der nach einer lyrisch-romantischen Frühphase in seinen figuralen Kompositionen ein an der Antike orientiertes klassisches Ideal in der Tradition Annibale Carraccis und Raffaels zu verwirklichen suchte, hat sich der Landschaftsmalerei im besonderen Maße erst seit dem Ende der dreißiger Jahre, kurz vor seinem Parisaufenthalt (1640/42), zugewandt, wenn auch das landschaftliche Element als Hintergrund seiner Bilder immer eine bedeutende Rolle spielte, vor allem in seinen lyrisch gestimmten venezianisierenden Frühwerken. Gerade in Rom, wo er seit 1624 arbeitete, hatte ja die Landschaftsmalerei im frühen 17. Jahrhundert eine neue Entwicklung genommen, an der einige der bedeutendsten und fortschrittlichsten Maler teilhatten: die Nordländer Elsheimer und Paul Bril einerseits, deren neue Landschaftskonzeption über Agostino Tassi zur atmosphärisch-romantischen, vom Licht bestimmten Landschaftskunst Claude Lorrains führte, des anderen großen Franzosen und Gegenpols Poussins, und andererseits die Bologneser Figurenmaler Annibale Carracci und Domenichino, deren strenger strukturierte, gebaute Landschaftskunst zur »heroischen« Landschaft Poussins und seines Schwagers Gaspard Dughet führten, deren Stil und Landschaftskonzeption für den größten Teil der späteren römischen Landschaftsmalerei verbindlich wurden. Poussins Landschaften sind überwiegend in den vierziger und frühen fünfziger Jahren entstanden, in einer Zeit, als seine Werke von großer innerer Ruhe, Klarheit und klassischer Ausgewogenheit geprägt waren, einer Phase, die zwischen den großen klassizistischen, oft vielfigurigen Kompositionen der dreißiger Jahre und dem tragisch ge - stimmten Spätwerk liegt. Die Berliner Landschaft mit dem Evangelisten Matthäus ist das früheste Beispiel dieser Phase. Schon immer war bekannt, daß das Berliner Bild und die Landschaft mit Johannes auf Patmos in Chicago zusammengehören. Man vermutete, daß sie vielleicht zu einer möglicherweise nie vollendeten Serie von Landschaften mit den vier Evangelisten gehörten. Da das Berliner Bild seit 1671 in Barberini-Besitz nachweisbar ist, nahm man an, daß es, zusammen mit dem Chicagoer Bild, für den Kardinal Francesco Barberini gemalt worden sei, einen der beiden mächtigen Nepoten des Papstes Urban VIII. Nach den Forschungen von L. Barroero (1979) und S. Corradini (1979) weiß man, daß beide Bilder am 28. Oktober 1640, am Tage der Abreise Poussins nach Paris, vom päpstlichen Hausprälaten Monsignor Gian Maria Roscioli (1609-1644) bezahlt wurden. An diesem Tag jedenfalls trug er die Zahlung von 40 Scudi für die beiden Bilder in sein Ausgabenbuch ein. Er war also offensichtlich der Auftraggeber, nicht der Kardinal. Roscioli hatte eine beachtliche Kunstsammlung und besaß noch mehrere andere Werke Poussins. In seinem Testament, das er einen Tag vor seinem frühen Tod, am 25. September 1644, diktierte, vermachte er das Berliner Bild dem Kardinal Antonio Barberini d. Ä., dem Bruder Urbans VIII., der 1646 starb und das Bild seinem Neffen, dem Kardinal Antonio Barberini d. J., dem jüngeren Bruder des Kardinals Francesco, vermachte, der im Palazzo Barberini ai Giubbonari, der sogenannten Casa Grande, lebte. Dort hing das Gemälde bis zu seinem Tode 1671. Seit spätestens 1692 hing es im Palazzo Barberini alle Quattro Fontane. Das Chicagoer Bild gehörte offenbar zu denjenigen, die Rosciolis Brüder nach seinem Tode veräußerten. Es gelangte bald nach Frankreich, wo es von Louis de Chatillon (1639-1734) gestochen wurde. Als Poussins Berliner Bild im Palazzo Barberini hing, zeichnete es Poussins Schwager, Gaspard Dughet. Diese Kreidenachzeichnung, die nur im hinteren Landschaftsgrund vollendet ist, befindet sich heute im Kunstmuseum Düsseldorf. Das Berliner Bild blieb bis 1812 im Palazzo Barberini und gelangte dann durch Erbgang in den Palazzo Sciarra, aus dem es 1873 für die Gemäldegalerie erworben wurde. Im Gegensatz zu den Kompositionen Claude Lorrains, aber ähnlich wie Dughets spätere, von Poussin beeinflußte Landschaften und wie auch manche von Salvator Rosa hat das Bild einen sehr hohen, hügelig begrenzten Horizont, von dem aus die Gliederung des Bildraums nach vorn ablesbar ist, der Windung des dominierenden Flußlaufes folgend, an dessen vorderem Ufer der Evangelist sitzt, während der stehende Engel ihm die Schrift hält. Die Figurengruppe ist umgeben von antiken Postamenten und Säulenstümpfen. Eine aufragende antike Ruine am Horizont, genau oberhalb der Figurengruppe, akzentuiert diese ganz zurückhaltend. Poussin hat in dieser von feierlicher Ruhe und Klarheit erfüllten Landschaft in unvergleichlicher Weise den Charakter, die Struktur und die Stimmung des Tibertals nördlich von Rom (bei Acqua Acetosa) eingefangen und zugleich ins Zeitlose entrückt.| 200 Meisterwerke der europäischen Malerei - Gemäldegalerie Berlin, 2010_____________________________________________________The French artist Nicolas Poussin is considered to be the most important exponent of the classical tendency in Roman Baroque painting and to have brought it to perfection. He went to Rome at the age of thirty and spent the rest of his life there, with the exception of a short stay in Paris in 1640/42. He received commissions from the most important collectors and patrons in the papal court circle. The Landscape with Matthew the Evangelist was painted in 1640, for the papal secretary Gian Maria Roscioli, along with a companion piece, Landscape with John the Evangelist on Patmos (now in Chicago). It is very probable that a series of the four Evangelists was originally planned, but that only two were painted. St. Matthew is sitting among massive architectural fragments by the riverbank. Behind him is a spacious landscape with a high, hillbound horizon. At John’s side is an angel, the symbol of the Evangelist, inspiring him to write the Gospel. The principal theme of this picture is the solemn, peaceful landscape, similar in some ways to the Tiber valley north of Rome. The ruins towering up on the horizon—presumably representing the “Mura di Santo Stefano” near Anguillara—emphasise the position of the figures by being placed directly above them. The figure’s concentrated colour-tones of blue, yelloworange and white are repeated and softened in the landscape.| Prestel Museum Guides - Gemäldegalerie Berlin, 2017

Selbstbildnis mit seiner Frau

Selbstbildnis mit seiner Frau

Am 18. Juli des Jahres 1755 vermählte sich der Künstler mit Jeanne Barez, der Tochter eines französischen Goldstickers. Sie stammte aus einer in Berlin ansässigen vermögenden Hugenottenfamilie. Die Jungvermählten, so schrieb von Oettingen (1895), »bezogen […] das Rolletsche Haus in der Brüderstraße, das der Barezschen Verwandtschaft gehörte, und führten ihre Haushaltung mit der Genügsamkeit und Stille, die damals in der französischen Kolonie zu herrschen pflegten«. Möglicherweise ist hier, unweit des Berliner Schlosses, die Miniatur entstanden.Gemäß den Anweisungen in Zedlers Universal-Lexicon wurde die Miniatur regelgerecht »angefangen mit Anlegung der Farbe, und der Grund mit grossen und gleichen Strichen untermahlet, doch nicht gleich so starck, wie er zuletzt seyn soll, weil die Farbe durch das punctiren gestaercket wird«.Kurz sieht der Künstler von seiner Tätigkeit auf. Eine schräg vor das Fenster gestellte Milchglasscheibe (?) reflektiert das einfallende Tageslicht auf den Arbeitstisch. So entstehen die notwendigen Voraussetzungen für die auf Präzision beruhende Miniaturmalerei. Unklar bleibt, ob sich Chodowiecki malend oder zeichnend schildert. Jeanne Chodowiecki hält ein Porträt, das die Freundin des Hauses, Louise Erman vorstellt. Es handelt sich dabei um die vergrößerte Detailwiederholung eines Miniaturporträts des Künstlers von etwa 1758 (Kat.Nr. M.627). Eine 1759 datierte Miniatur mit dem Selbstbildnis Chodowieckis sowie die von ihm gemalte Porträtminiatur seiner Frau, vermutlich im selben Jahr entstanden, stützen die angenommene Datierung des Berliner Täfelchens.Chodowiecki suchte vielfach unter Zuhilfenahme einer Lupe seine Bildnisse mit großer Feinheit und Lebendigkeit des Ausdrucks auszuführen. Damit hatte er sich offensichtlich erfolgreich einer großen Konkurrenz entledigt, die auch vom Schriftsteller und Verlagsbuchhändler Christoph Friedrich Nicolai in Berlin, wenigstens im Bereich der Emailminiaturmaler, wahrgenommen wurde, wie ein Brief an Christian Ludwig von Hagedorn von 1758 belegt. Die Elfenbeintafel besitzt einen zugehörigen zeitgenössischen Rokokorahmen. Rainer Michaelis | 200 Meisterwerke der europäischen Malerei - Gemäldegalerie Berlin, 2019________________________On 18 July, 1755, Chodowiecki married Jeanne Barez, the daughter of a French gold embroiderer. She came from a wealthy Huguenot family in Berlin. As Oettingen wrote in (1895), the newlyweds “moved into […] the Rollet House on Brüderstraße, which belonged to relatives of the Barezs, and ran their household with the modesty and quiet and tranquillity then customary in the French colony”. The present miniature may have been executed here, not far from the Berlin Royal Palace.According to the instructions contained in Zedlers Universal-Lexicon, the miniature was as a rule “begun with by laying out the colours, and the ground underpainted with large, regular strokes, but not so strongly as in the finished picture, since the colours will be strengthened by individual touches”.The artist has just looked up from his activity. A pane of frosted glass (?) placed at an angle in front of the window reflects the daylight onto the work table. This creates the necessary conditions for miniature painting, which relies on precision. It remains uncertain whether he is shown painting or drawing. Jeanne Chodowiecki holds a portrait depicting Louise Erman, a friend of the family. This image is an enlarged detail of a miniature portrait by the artist from circa 1758 (cat. no M.627). A miniature bearing a self-portrait of Chodowiecki, along with his portrait miniature of his wife, is dated 1759, presumably the same year as the present picture.In order to execute his pictures with extreme fineness and lively expressiveness, Chodowiecki often sought the aid of a magnifying glass. At least in the realm of enamel miniature painting, evidently, he was successful in prevailing over the enormous competition, as remarked upon by the author and publisher Christoph Friedrich Nicolai in Berlin, in a letter to Christian Ludwig von Hagedorn in 1758. This ivory panel possesses its original Rococo frame. Rainer Michaelis | 200 Masterpieces of European Painting - Gemäldegalerie Berlin, 2019