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Wappen der Stadt Rapperswil

Ident. Nr.: K 7290

ObjID: obj:885759

Details (Expert)

Datierung
nach 1506
Geografische Bezüge
Entstehungsort stilistisch: Zürich
Abmessungen
Durchmesser: 10 cm

Objektbeschreibung

Das von einem blauen Strahlenkranz umgebene Wappen der am Zürcher See gelegenen Stadt Rapperswil zeigt in Weiß zwei rote Rosen an 2 zu 1 gegengeasteten roten Stielen (die linke nur schwach getönt).
Die Scheibe stammt aus einem Konvolut von ehemals sieben Wappenscheiben Schweizer Städte im Besitz des Kunstgewerbemuseums (darunter Inv. Nr. K 7227, K 7232, K 7254). Die gemeinsame Herkunft der kleinen Städtewappen geht aus ihrem einheitlichen Format und Aussehen zweifelsfrei hervor. Von den ursprünglich im Museum befindlichen sieben Scheiben gingen drei – die Wappen der Städte Frauenfeld, Bremgarten und Marti-Luzern – 1945 zugrunde.
CVMA 98763

Letzte Aktualisierung: 15.12.2025

Kontakt

Einrichtung:

Kunstgewerbemuseum

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Schlafende Venus mit Cupido

Schlafende Venus mit Cupido

Die schlafende Venus liegt halb aufgerichtet auf einer Bettstatt mit goldroter Decke. Über ihr Knie klettert schlaftrunken ein Cupido mit goldenen Flügeln. Am oberen Bildrand ziehen fliegende Putten ein goldgrünes Tuch wie einen Baldachin über das Bett, links daneben hängt ein vergoldeter Vogelkäfig. Die surreal erscheinende Szene spielt in einer reich gegliederten, sich im Hintergrund zu einer Landschaft öffnenden Bogenarchitektur. Umgeben ist die Liebesgöttin von manieristischen Skulpturen, kunstvollem Mobiliar, konzertanten Musikinstrumenten und kostbarem Hausrat. Alles erscheint zu einem bedeutungsgeladenen Stillleben verdichtet, ist weniger Abbild denn Sinnbild und Anregung zu philosophischer Betrachtung.An der Rückseite befindet sich eine Aufschrift, die den auf Hinterglasmalereien spezialisierten Zürcher Hans Jacob Sprüngli (um 1599–1637) und den Winterthurer Glasmaler Hans Jegli (1579–1643) als Schöpfer des Werkes nennt. Sie verwendeten verschiedene Methoden des Amelierens: Auf das Glas aufgebrachte Blattvergoldungen wurden fein ausradiert, mit farbigen Lacken hintermalt und mit Zinnfolien hinterlegt. Andere Partien wurden in durchscheinend aufgetragenen Ölfarben ausgeführt, wobei „rückwärts“ gemalt und die hellsten Lichter und tiefsten Schatten zuerst gesetzt wurden. Auch „trügerische Hinterglasmalerei“ wurde angewendet, so ist die Figur der Venus in herkömmlicher Weise auf Pergament gemalt, ausgeschnitten und auf das Glas appliziert worden.Ebenso wie das vielschichtige Bildprogramm sollte auch die komplizierte technische Ausführung Anlass zu vertiefter Beschäftigung mit dem Gemälde bieten. Ganz in diesem Sinne ist die als Teil der Signatur auf die Rückseite geschriebene Künstlerdevise zu verstehen: „ist EE feracht / Dan gemacht“ („ist eher veracht[et] als gemacht“). LL