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Deckelpokal mit Wappen derer von Brunn und Inschrift auf die Freundschaft

Ident. Nr.: W-1970,63 a,b

ObjID: obj:889903

Details (Expert)

Beteiligte
Ausführung: Zechliner Glashütte (1737–1890),
Glashütte
Datierung
Ausführung: 1737-1745
Geografische Bezüge
Abmessungen
Höhe: 29,4 cm
Durchmesser: Fuß 9,8 cm
Durchmesser: Kuppa 8,7 cm
Höhe: 19,2 cm (Pokal)
Durchmesser: 9,6 cm (Fuß)
Durchmesser: 8,6 cm (Mündung)
Höhe x Durchmesser: 11,1 x 9,4 cm
Wandungsstärke: 0,3 cm

Objektbeschreibung

Pokal aus farblosem Glas mit zugehörigem Deckel, breit ausgestellte Hohlfuß mit Bodenkugel, dekoriert mit drei versetzten Reihe Facettenschliff, teilvergoldet, darauf geschnittene t-förmige Ornamente, diese ebenfalls vergoldet sowie goldene Tupfen. Der massive Schaft aus Nodus und Rundbaluster mit acht eingestochenen Luftblasen um eine zentrale ist facettiert, die Zwischenglieder gekehlt und ebenfalls facettiert. Der Eisboden der angesetzten, sich konisch öffnenden Kuppa hat innen einen Kranz aus acht eingestochenen Luftblasen um eine zentrale und ist außen wabenfacettiert. Darüber wiederholt sich der vergoldete Dekor aus t-förmigen Ornamenten und Tupfen. Die Kuppawandung ist auf der Schauseite mit einem Wappen dekoriert, das drei halbe Bären mit Halsband auf einem Schrägrechtsbalken im Schild zeigt sowie einen Bären als Helmzier. Auf der Gegenseite die Inschrift: Wer freundschafft bricht / nehms wohl in acht, / bey uns wird er zum / Schelm gemacht. Den gut vergoldeten Mündungsrand ziert ein geblänkter Perlfries, ebenso den des ebensolchen Deckels, an dessen Übergang zum hohen Knauf sich der Dekor des Fußes wiederholt. Das Glas ist krank. Das Wappen lässt sich mit dem dargestellten Wappen dem mittelmärkischen Adelsgeschlecht derer von Brunn mit Stammhaus im Havelland zuordnen, das 1237 urkundlich zuerst erwähnt wurde und im ausgehenden 18. Jahrhundert nur noch zwei lebende männliche Mitglieder verzeichnete. Formal und stilistisch datiert der Pokal in die Zeit um 1740, demnach ist er ein Produkt der Zechliner Hofglasmanufaktur (vgl. Schmidt, Brandenburgische Gläser, 1914, Taf. 34.1, 36.2). Als Freundschaftspokal könnte er für Georg Daniel von Brunn ( geb. 1695) angefertigt worden sein, dem zu dieser Zeit die Güter Brunn und Trieplatz bei Wusterhausen (Dosse) anteilig gehörten, nur rund 45 km entfernt von Zechlinerhütte. [Verena Wasmuth]
MAKR

Letzte Aktualisierung: 29.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Kunstgewerbemuseum

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Ovale Bildplatte mit dem Bildnis des Evangelisten Markus

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Ovale Bildplatte mit Blaumalerei. Dargestellt ist der Evangelist Markus, als bärtiger Mann, im Dreiviertelporträt. Er stützt seinen Kopf in die Linke, in der Rechten hält er ein Buch, sein Testament, in dem er liest. An seiner linken Seite erscheint sein Attribut, ein geflügelter Löwe. Am linken Rand der Platte ist ein Baum dargestellt, im Vordergrund Graswerk. Am Rand acht Ornamentmotive. Über der Figur der Schriftzug "St. MARCUS".Im Bestand des Kunstgewerbemuseums befinden sich insgesamt vier Evangelistenplatten (Inv. Nr. K 1571-1574). Zwei weitere, stilistisch verwandte Bildplatten im Bestand zeigen Porträts von zweien der drei Gründer der Nürnberger Fayencemanufaktur, Johann Conrad Romedi und Christoph Marx (Inv. Nr. K 1569 und K 1570), beide rückseitig in einer Inschrift von Georg Michael Tauber signiert und 1720 datiert - daher die Zuschreibung auch der Evangelistenplatten an Tauber. Während der deutsch-deutschen Teilung befanden sich die beiden Platten mit den Porträts der Firmengründer im Kunstgewerbemuseum Berlin-West und die vier Platten mit den Evangelisten im Kunstgewerbemuseum Berlin-Ost. Heute sind alle sechs Bildplatten in Schloss Köpenick, der Dependance des Berliner Kunstgewerbemuseum, gemeinsam ausgestellt. Evangelistenplatten (rechteckige) gehörten auch zum Repertoire der Dorotheenthaler Fayencemanufaktur. Möglicherweise lagen dieselben Stichvorlagen zugrunde.Lit.: Katalog KGM (Köpenick) 1988, S. 92, Text von Christiane Keisch; Silvia Glaser: Nürnberger Fayencen. Bestandskatalog GNM Nürnberg, 2017, S. 35f. (Abb. der Platten mit den Gründerporträts, Inv. Nr. K 1569, K 1570).ClKa

Teil vom Großen Silberbuffet aus dem Rittersaal des Berliner Schlosses

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