Details (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- Ausführung: 1740-1750
- Geografische Bezüge
- Material / Technik
- Glas in Hilfsmodel geblasen, geformt, geschliffen, geschnitten
- Abmessungen
- Höhe: 19,1 cmDurchmesser: 9,9 cm (Fuß)Durchmesser: 8,8 cm (Mündung)Wandungsstärke: 0,3 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/891152
Objektbeschreibung
Pokal aus farblosem Glas, verwärmter Abriss am Boden, ansteigender Fuß
mit einem Kranz aus länglichen Oliven, der schlanke Schaft mit Nodus und
getrepptem Rundknauf, beide wabenfacettiert, die Zwischenglieder
glattrund. Die sich konisch öffnende Kuppa hat einen kräftigen Eisboden,
der innen einen Kranz aus acht eingestochenen Luftblasen um eine
zentrale hat und außen mit Kantenschliff in einer Art Diamantborte
strukturiert ist. Die Wandung der Kuppa trägt oben und unten einen
feinen Fries aus kleinen, geblänkten Oliven und ist mit einer
emblematischen Szene auf einem umlaufenden Landschaftssockel mit zwei
diamantgerissenen Häusern im Hintergrund dekoriert: Ein Amorknabe greift
von hinten nach dem Arm einer sitzenden Frau; darüber die anzügliche
Inschrift: Vergnügen geht über reichthum. Die Kuppa ist krank.
Formal dürfte es sich bei diesem Pokal um ein Produkt der Zechliner
Glashütte handeln (vgl. Schmidt, Brandenburgische Gläser, 1914, Taf.
34.2; Stiftung Stadtmuseum Berlin, Inv. Nr. II 97/139 A). Er datiert in
die 1740er Jahre. Eine Nähe des Glasschneiders zu dem dort tätigen
Meister Elias Rosbach (tätig 1727–1765) ist offensichtlich, sehr ähnlich
sind Sujetwahl und Handschrift, etwa Details der Landschaft. [Verena
Wasmuth]
MAKR
Letzte Aktualisierung: 06.07.2026
Kontakt
Einrichtung:
Kunstgewerbemuseum
E-Mail:
kgm@smb.spk-berlin.de