Becher aus Rubinglas
Ident. Nr.: O-1964,45
ObjID: obj:893962
Kontakt
Einrichtung:
Kunstgewerbemuseum
E-Mail:
kgm@smb.spk-berlin.deFotonachweis: Staatliche Museen zu Berlin, Kunstgewerbemuseum / Verena Wasmuth Public Domain Mark 1.0
Fotonachweis: Staatliche Museen zu Berlin, Kunstgewerbemuseum / Verena Wasmuth Public Domain Mark 1.0
Details (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- Ausführung: 1680-1710
- Geografische Bezüge
- Material / Technik
- Rubinglas formgeblasen, geschliffen, poliert
- Abmessungen
- Höhe x Durchmesser: 7,9 x 6 cmDurchmesser: 4,3 cm (Fuß)Wandungsstärke: 0,55 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/893962
Objektbeschreibung
Kleiner, sich konisch weitender Becher aus dickwandigem Rubinglas von
himbeerroter Farbe, Boden hohl geschliffen mit Standring, die Wandung
ist zehnfach vertikal facettiert und am Ansatz mit vertieften und
polierten Rundbögen in Schälschliff versehen, der Mündungsrand
plangeschliffen. Das Glas ist krank.
Die Becherform ist mehrfach für die Potsdamer Glashütte in der Zeit ab
1680 bis um 1700 belegt, überwiegend aus farblosem Glas (vgl.
Keisch/Netzer, Herrliche Künste und Manufacturen, 2001, Kat. 140, 142,
143, 145, 149; Schmidt, Brandenburgische Gläser, 1914, Taf. 12.1). Die
Veste Coburg sowie die Schatzkammer der Münchner Residenz verwahren je
ein sehr ähnliches Glas, mit knapp 11 cm Höhe lediglich ein wenig größer
(Kerssenbrock-Krosigk, Rubinglas, 2001, Kat. 84, 85, S. 174, 175). Die
Facetten lassen den Farbton des Rubinglases je nach Wandungsstärke mal
Tiefrot, mal Rosa erscheinen. Diesen hellen Ton hat ebenfalls ein
anderer sehr ähnlicher Becher im Naturalienkabinett Waldenburg mit einer
Höhe von 11,7 cm, der sich direkt mit dem Glasmacher, Alchemisten und
ersten Leiter der Potsdamer Hütte Johann Kunckel (um 1635–1703 in
Verbindung bringen lässt (Theuerkauff-Liederwald, Becher-Gläser, 2007,
Abb. 2, S. 182). [Verena Wasmuth]
MAKR
Letzte Aktualisierung: 13.07.2026
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kgm@smb.spk-berlin.de