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Basilisk

Ident. Nr.: K 4394

ObjID: obj:894732

Details (Expert)

Datierung
16. Jahrhundert
Material / Technik
Bronze, gegossen, Holzsockel
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 7 x 6 x 7 cm

Objektbeschreibung

Der Basilisk ist ein mythisches Fabelwesen, das schon in der Antike erwähnt wird. Das Wesen zeigt sich in vielfältiger Gestalt, drachen- oder schlangenartig, geflügelt, auf zwei oder vier Beinen, mit Vogelkopf oder einem schnabelähnlichen Maul, gefiedert oder schuppig. Ihm werden schlechte und bösartige Züge zugesprochen, so sei sein Atem unerträglich und durch den Blick des Basilisken wird der Getroffene zu Stein.
Neben den Fabelwesen gibt es wirkliche Basilisken. Dies sind Tiere, die zur Gattung der Leguane gehören und in den tropischen Wäldern Lateinamerika leben.
Das Stück aus der Sammlung des Kunstgewerbemuseums hat nach dem II. Weltkrieg den ursprünglich dazugehörenden Holzsockel verloren.
MAKR

Letzte Aktualisierung: 15.12.2025

Kontakt

Einrichtung:

Kunstgewerbemuseum

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Rastender Herkules (Modellnummer 382)

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Herkules ist an seinen Attributen, der lorbeerblattumrankten Keule und dem Löwenfell, zu identifizieren. Er wendet den Kopf nach links und nimmt so gewissermaßen Kontakt auf zu seiner weiblichen Pendantfigur, "Venus im Muschelwagen". Im Bestand des Kunstgewerbemuseums sind beide Figuren, in jeweils unterschiedlichen Größen, als weiß glasierte (Herkules, Inv. Nr. DM 8) bzw. staffierte Versionen (Venus, Inv. Nr. O-1990,94) vorhanden.Bei der hier besprochenen Herkulesfigur handelt es sich um ein nur schrühgebranntes Exemplar, das vermutlich wegen der Brandrisse, v.a. am Sockel unterhalb des rechten Fußes, nicht in den Glasurbrand gegeben wurde. Abgesehen vom Scherben ist auch der geringe Größenunterschied zur glasierten Version von nur einem Zentimeter ein Indiz dafür, dass es sich nicht um das Tonmodell handelt, das bei einer Schwindung des Porzellans von 16-22 % größer sein müsste. An der detaillierten, fast überzeichneten Oberflächenmodellierung ist zu erkennen, dass der Entwerfer, Wilhelm Christian Meyer (1726-1786), die Verschleifung der Details durch die Glasur einkalkulierte. Wilhelm Christian war ambitionierter Bildhauer und Schüler seines Bruders Friedrich Elias Meyer (1723/24 - 1785). Letzterer war Modellmeister bei der KPM und holte seinen jüngeren Bruder 1766 an die Berliner Porzellanmanufaktur.Weiterführende Informationen sind zu finden in: Dorothee Heim, Die Berliner Porzellanplastik und ihre skulpturale Dimension 1751-1825. Der Sammlungsbestand des Kunstgewerbemuseums Staatliche Museen zu Berlin (=Bestandskatalog XXVI. des Kunstgewerbemuseums SMB), Berlin, Regensburg 2016, S. 307-309, Kat.Nr. 41; Claudia Kanowski, in: C.Kanowski / L. Lambacher: Tönerne Welten. Figürliche Keramik aus sechs Jahrhunderten. Eine Bestandsaufnahme im Kunstgewerbemuseum der Staatlichen Museen zu Berlin, Sonderdruck aus: Keramos (2015/I), Heft 227, S. 24-27, Abb. S. 26.ClKa