Koppchen mit Schnittdekor
Ident. Nr.: O-1957,22
ObjID: obj:894900
Kontakt
Einrichtung:
Kunstgewerbemuseum
E-Mail:
kgm@smb.spk-berlin.deFotonachweis: Staatliche Museen zu Berlin, Kunstgewerbemuseum / Verena Wasmuth Public Domain Mark 1.0
Fotonachweis: Staatliche Museen zu Berlin, Kunstgewerbemuseum / Verena Wasmuth Public Domain Mark 1.0
Fotonachweis: Staatliche Museen zu Berlin, Kunstgewerbemuseum / Verena Wasmuth Public Domain Mark 1.0
Fotonachweis: Staatliche Museen zu Berlin, Kunstgewerbemuseum / Verena Wasmuth Public Domain Mark 1.0
Fotonachweis: Staatliche Museen zu Berlin, Kunstgewerbemuseum / Verena Wasmuth Public Domain Mark 1.0
Details (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- Ausführung: um 1700
- Geografische Bezüge
- Material / Technik
- Rubinglas in Hilfsmodel geblasen, geschnitten
- Abmessungen
- Höhe x Durchmesser: 5,1 x 6,5 cmWandungsstärke: 0,35 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/894900
Objektbeschreibung
Henkellose Tasse aus dickwandigem Rubinglas, vermutlich Goldrubinglas,
mit vergleichsweise breiter Standfläche, Abrissnarbe am etwas
eingedrückten Boden. Die konvex ansteigende und zum Rand hin leicht
ausschwingende Wandung ist in Tiefschnitt mit einer umlaufenden
Landschaftsszene dekoriert, darauf erkennbar ist ein Wanderer mit Stock
und Hut, ein Schlagbaum sowie eine Burg auf einem Felsen, Mündungsrand
verwärmt. Die fortgeschrittene Glaskrankheit macht die Oberfläche spröde
und die Schlieren in der Glasmasse sichtbar.
Repräsentatives Service kam mit der Mode des Teetrinkens in der zweiten
Hälfte des 17. Jahrhunderts auf. Jedoch sind nur wenige Koppchen und
Unterschalen aus Rubinglas mit Schnittdekor überliefert, davon einige
mit Blütenmarke am Boden oder einer Montierung (Kerssenbrock-Krosigk,
Rubinglas, 2001, Kat. 378–391; Schmidt, Brandenburgische Gläser, 1914,
Abb. 25, S. 78). Häufiger sind Exemplare ohne Dekor. Die Potsdamer
Glasmanufaktur stellte derartige Stücke in der Zeit um 1700 her, wie
auch eine süddeutsche Hütte (vgl. Poser, Koppchen, 2006;
Kerssenbrock-Krosigk, Rubinglas, 2001, S. 117f. und 242f.;
Klesse/Saldern, 500 Jahre Glaskunst, 1978, Kat. 103, S. 165). Zugehörig
ist ein Pendant (Inv.-Nr. O-1957,23). [Verena Wasmuth]
MAKR
Letzte Aktualisierung: 13.07.2026
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Einrichtung:
Kunstgewerbemuseum
E-Mail:
kgm@smb.spk-berlin.de