Henkelkrug mit Wappen
Ident. Nr.: K 1130
ObjID: obj:899322
Kontakt
Einrichtung:
Kunstgewerbemuseum
E-Mail:
kgm@smb.spk-berlin.deFotonachweis: Staatliche Museen zu Berlin, Kunstgewerbemuseum / Verena Wasmuth Public Domain Mark 1.0
Fotonachweis: Staatliche Museen zu Berlin, Kunstgewerbemuseum / Verena Wasmuth Public Domain Mark 1.0
Fotonachweis: Staatliche Museen zu Berlin, Kunstgewerbemuseum / Verena Wasmuth Public Domain Mark 1.0
Fotonachweis: Staatliche Museen zu Berlin, Kunstgewerbemuseum / Verena Wasmuth Public Domain Mark 1.0
Fotonachweis: Staatliche Museen zu Berlin, Kunstgewerbemuseum / Verena Wasmuth Public Domain Mark 1.0
Details (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- Ausführung: 1680-1736
- Geografische Bezüge
- Material / Technik
- Rubinglas in Hilfsmodel geblasen, ofengeformt, geschnitten
- Abmessungen
- Höhe x Breite: 11,2 x 13,6 cm mit HenkelDurchmesser: 9,2 cm (Mündung)Wandungsstärke: 0,4 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/899322
Objektbeschreibung
Becher mit angesetzter Fußplatte und angesetztem Henkel aus dickwandigem
Rubinglas, Boden mit Abriss, leicht hochgewölbt. Gegenüber dem Henkel
ist die Wandung mit einem fein geschnittenen Wappen mit drei nach rechts
steigenden Löwen vor überkreuzten Palmzweigen und unter einer
Grafenkrone mit Lilie dekoriert, darunter ein mattiertes Spruchband: "in
magnis voluisse sat est" (Es reicht, groß sein zu wollen). Oben auf dem
Henkel befindet sich eine Bohrung für die Manschette einer Montierung.
Der Mündungsrand ist verwärmt.
Das Wappen erinnert an jenes des schottischen Clan Ross, doch eine
Verbindung zum brandenburgisch-preußischen Hof ließ sich nicht
rekonstruieren (Dank für weiterführende Hinweise). Die lateinische
Devise stammt von Sextus Aurelius Propertius, genannt Properz (ca. 50 v.
Chr. – vor 2 n. Chr.), Elegien II 10, 6. Der Becher stammt aus der
Königlichen Kunstkammer, Berlin. Er datiert sehr wahrscheinlich in die
erste Hälfte des 18. Jahrhunderts, als man Rubinglas, insbesondere dem
Goldrubinglas, mythische Eigenschaften und heilende Kräfte zusprach.
Diese gingen auf den Inhalt von Hohlgefäßen aus Rubinglas über, so dass
der Trunk daraus Krankheiten und Feinde abwehren, vor Unglück schützen
und Kraft, Mut und Tapferkeit verleihen sollte. Die für diesen Becher
vorgesehene Montierung wurde wohl nie an den Henkel angepasst, da
jeglicher Abrieb fehlt. [Verena Wasmuth]
MAKR
Letzte Aktualisierung: 13.07.2026
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Kunstgewerbemuseum
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kgm@smb.spk-berlin.de