Logo

Wappen des Klein Hans Kambli

Ident. Nr.: K 9052

ObjID: obj:899869

Details (Expert)

Datierung
um 1540
1501/1600
Abmessungen
Durchmesser: 5 cm

Objektbeschreibung

Inschrift: Im weißen Rand umlaufend in schlichten Majuskeln • KLEIN • HANS • KAMBLI • VOGT •
Das Wappen vor gelbem Grund zeigt im roten Feld ein weißes Kreuz in gelbem Kummet mit weißem Joch. Klein Hans Kambli (gest. 1541) war Zürcher Bürger, half im Zweiten Kappelerkrieg dem Bannerträger, das Stadtbanner zu retten und erhielt zum Dank dafür die Vogtei zu Eglisau. Er saß
1519 im Großen Rat der Stadt Zürich.
Zusammen mit neun weiteren gleichgroßen Wappen von Mitgliedern des Großen Rats der Stadt Zürich (Inv. Nr. K 9050 - K 9059) könnte die Scheibe ursprünglich in einem Fenster des Ratssaales angebracht gewesen sein.
CVMA 98760

Letzte Aktualisierung: 15.12.2025

Kontakt

Einrichtung:

Kunstgewerbemuseum

Weitere Objekte aus den Sammlungen

Schlafende Venus mit Cupido

Schlafende Venus mit Cupido

Die schlafende Venus liegt halb aufgerichtet auf einer Bettstatt mit goldroter Decke. Über ihr Knie klettert schlaftrunken ein Cupido mit goldenen Flügeln. Am oberen Bildrand ziehen fliegende Putten ein goldgrünes Tuch wie einen Baldachin über das Bett, links daneben hängt ein vergoldeter Vogelkäfig. Die surreal erscheinende Szene spielt in einer reich gegliederten, sich im Hintergrund zu einer Landschaft öffnenden Bogenarchitektur. Umgeben ist die Liebesgöttin von manieristischen Skulpturen, kunstvollem Mobiliar, konzertanten Musikinstrumenten und kostbarem Hausrat. Alles erscheint zu einem bedeutungsgeladenen Stillleben verdichtet, ist weniger Abbild denn Sinnbild und Anregung zu philosophischer Betrachtung.An der Rückseite befindet sich eine Aufschrift, die den auf Hinterglasmalereien spezialisierten Zürcher Hans Jacob Sprüngli (um 1599–1637) und den Winterthurer Glasmaler Hans Jegli (1579–1643) als Schöpfer des Werkes nennt. Sie verwendeten verschiedene Methoden des Amelierens: Auf das Glas aufgebrachte Blattvergoldungen wurden fein ausradiert, mit farbigen Lacken hintermalt und mit Zinnfolien hinterlegt. Andere Partien wurden in durchscheinend aufgetragenen Ölfarben ausgeführt, wobei „rückwärts“ gemalt und die hellsten Lichter und tiefsten Schatten zuerst gesetzt wurden. Auch „trügerische Hinterglasmalerei“ wurde angewendet, so ist die Figur der Venus in herkömmlicher Weise auf Pergament gemalt, ausgeschnitten und auf das Glas appliziert worden.Ebenso wie das vielschichtige Bildprogramm sollte auch die komplizierte technische Ausführung Anlass zu vertiefter Beschäftigung mit dem Gemälde bieten. Ganz in diesem Sinne ist die als Teil der Signatur auf die Rückseite geschriebene Künstlerdevise zu verstehen: „ist EE feracht / Dan gemacht“ („ist eher veracht[et] als gemacht“). LL