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Bauchiger Deckelpokal mit Fruchtgirlanden

Ident. Nr.: 1892,205 a,b

ObjID: obj:905612

Details (Expert)

Beteiligte
Ausführung: Zechliner Glashütte (1737–1890),
Glashütte
Zuschreibung unsicher: Elias Rosbach (1700–1765)
Datierung
Ausführung: um 1740
Geografische Bezüge
Abmessungen
Höhe: mit Deckel 31 cm
Höhe: ohne Deckel 20,4 cm
Durchmesser: 10,5 cm

Objektbeschreibung

Pokal mit zugehörigem Deckel aus farblosem, schlierigem Glas, Abriss am Boden, ansteigender, getreppter Fuß mit einem Kranz aus Strahlenfacetten über vertieften Rundfacetten. Der angesetzte Schaft, schlank-konvex geformt und mit gestaffelten, stehenden Bogenfacetten versehen, geht nahtlos in die rund gebauchte Kuppa mit Eisboden über, dieser mit einem Kranz aus zwölf Luftblasen konzentrisch um eine zentrale eingestochene Luftblase dekoriert. Die Kuppawandung ist mit einer umlaufenden, detailreich geschnittenen Girlande aus Früchten verziert, die an Ringen hängt. Auf jedem Feston sitzt ein Tier: ein Bär, zwei Eichhörnchen und ein Adler. Die Pokal- sowie die Deckelmündung ziert ein blanker Perlfries, der hoch aufgebaute Deckelknauf orientiert sich am Schaftdekor. Am Fuß sind Merkmale der Glaskrankheit erkennbar.
Robert Schmidt bildet den Kelch 1914 in seinem Standardwerk "Brandenburgische Gläser" von 1914 ab und beschreibt die Glasmasse bereits als "hell" mit "Haarrissen". Eine Reihe bauchiger Pokale gleicher Größe aus brandenburgischer Produktion - mit und ohne Vergoldung - ist überliefert (vgl. Klesse, Glassammlung Helfried Krug, 1965, Kat. 273; Berckenhagen, Berliner und Märkische Gläser, 1956, Kat. 23; Schmidt, Brandenburgische Gläser, 1914, Taf. 34.1; 37.2). Sie werden übereinstimmend der Zechliner Glashütte zugeschrieben in die Zeit um 1740 und tragen meist jagdliche oder mythologische Szenen. Als Glasschneider wird Elias Rosbach oder jemand aus seinem Umkreis vermutet. [Verena Wasmuth]

Letzte Aktualisierung: 26.06.2026

Kontakt

Einrichtung:

Kunstgewerbemuseum

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