Kruzifixus
Ident. Nr.: NG 41/72
ObjID: obj:958389
n/a
Kontakt
Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
E-Mail:
nng@smb.spk-berlin.deDetails (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- um 1922
- Weitere Titel
- Sammlungstitel: KruzifixusÜbersetzung: Crucifix
- Geografische Bezüge
- Provenienz
- Gerhard Untze, Berlin,
1972 - Material / Technik
- Bronze
- Abmessungen
- Höhe x Breite x Tiefe: 49,8 x 35 x 7,5 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/958389
Objektbeschreibung
Religiöse Themen waren zentral in Gies’ Schaffen, auch Jesu Kreuzigung stellte er häufig dar. Die Grundplatte des bronzenen „Kruzifixus“ hat die Form eines flachgedrückten Kreuzes, auf das der Leib Christi genagelt ist. Um die gleiche Zeit schuf Gies ein wesentlich größeres Kruzifix in Eichenholz (1921; vermutlich zerstört), dem ein herausgehobener Platz in der Femeschau „Entartete Kunst“ im Jahr 1937 gegeben wurde. Trotz des unterschiedlichen Materials und der sehr verschiedenen Ausmaße haben beide Arbeiten einige Merkmale gemeinsam. Aus Jesu Brust treten links und rechts je drei Rippen stark hervor; die Dornen in der Krone sind lang und auffällig gestaltet; aus der klaffenden Seitenwunde spritzt Blut. Im Vergleich zum Körper ist der Kopf übergroß. Das langgezogene Gesicht mit dem langen, geraden Nasenbein ähnelt stilistisch unter anderem jenem in der Medaille für Wilhelm von Bode (NG 63/61). Gies, ab 1931 Mitglied der Berliner Akademie der Künste, wurde 1933 zum Austritt aus selbiger aufgefordert, dem folgte er 1937. Sowohl sein Stil als auch die kritische Haltung gegenüber dem Ersten Weltkrieg, die in vielen seiner Werke aus den Kriegsjahren deutlich wird, waren vermutlich die Gründe dafür, dass er vonseiten des NS-Regimes nicht geschätzt wurde. Das „Kruzifix“ der Nationalgalerie blieb aber in der Sammlung erhalten. | Emily Joyce Evans
Letzte Aktualisierung: 19.12.2025
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Neue Nationalgalerie
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nng@smb.spk-berlin.de