Details (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1924-1928
- Weitere Titel
- Sammlungstitel: Arbeiter mit MaschineÜbersetzung: Worker with Machine
- Provenienz
- im Besitz des Künstlers,
397819Nachlass/Vermächtnis: Max Lachnit, Dresden,
1962–1964 - Material / Technik
- Öl auf Holz
- Abmessungen
- Höhe x Breite: 50 x 52 cm
- Erwerbung
- 1964 Ankauf von Max Lachnit, dem Bruder des Künstlers, Dresden
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/958727
Objektbeschreibung
Dargestellt ist der „Kommunist Frölich“ neben einer Maschine. Kurt Frölich war Schriftsetzer der sächsischen KPD-Tageszeitung „Arbeiterstimme“ und Funktionär der Partei. Lachnit trat 1925 der Partei bei und war unter anderem als Gründungsmitglied des Dresdner Ortsverbandes der Assoziation revolutionärer bildender Künstler Deutschlands (ASSO) und der Linken Gruppe beteiligt. Mit dem Ankauf des gefeierten Bildes „Mädchen mit Pelz“ von 1925/1926 durch die Dresdner Gemäldegalerie gleich nach dessen Fertigstellung (heute Galerie Neue Meister, Dresden) erlangte Lachnit frühen Ruhm. „Arbeiter mit Maschine“ ist ein programmatisches „Doppelporträt“, in dem die Maschine als gleichberechtigtes Motiv neben dem Menschen steht – gleichsam als Allegorie des utopischen Zustandes nichtentfremdeter Arbeit. Die Maschine ist dabei keineswegs die „sklavische“ Abbildung eines existierenden Apparates, den der Unternehmer beherrscht und der Arbeiter bedient, sondern ein von Lachnit „frei imaginiertes“ Gebilde aus mechanischen Elementen, das insgesamt am ehesten an eine komplizierte Fräse erinnert, mit der schräg nach oben weisenden Ausrichtung seiner tubusförmigen Bauteile aber auch etwas von einem Teleskop hat, eigentlich jedoch eine Maschine „an sich“, ein technisches Symbol des frei schaffenden Geistes ist; als solche ist sie nicht bloßes Objekt, sondern ein veritables Alter Ego des „schaffenden“ Arbeiters. Kurt Frölich wurde 1933 im KZ Colditz inhaftiert und nach seiner Entlassung bei einer Gestapovernehmung 1941 zu Tode gequält. | Kyllikki Zacharias
Letzte Aktualisierung: 30.07.2026
Kontakt
Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
E-Mail:
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