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Der Übergang

Ident. Nr.: B 79

ObjID: obj:958849

1952 erworben durch das Land Berlin
n/a

Details (Expert)

Beteiligte
Ernst Barlach (1870 - 1938),
Künstler*in
Datierung
1917
Weitere Titel
Sammlungstitel: Der Übergang
Übersetzung: The Transition
Geografische Bezüge
Provenienz
im Besitz des Künstlers,
1920
Schenkung: Max Hoffmann, Güstrow,
1920 - um 1945
Verwahrung: Zur Verwahrung bei Kurt Reutti; zurück in Familienbesitz,
388859
Kurt Hoffmann, Berlin,
um 1945 - 1952
Kauf: Galerie des 20. Jahrhunderts, Berlin (West),
1952–1968
Material / Technik
Gips, getönt
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 33 x 43,8 x 5,8 cm
Erwerbung
1952 Ankauf von Kurt Hoffmann, Berlin, durch das Land Berlin für die Galerie des 20. Jahrhunderts (West)

Objektbeschreibung

Nach dem vorliegenden Originalmodell in Gips schuf Barlach ein etwa doppelt so großes, im selben Jahr datiertes Holzrelief (WVZ Laur 2006, 259), das er 1918 gemeinsam mit dem als Gegenstück gedachten Relief „Grablegung“ (WVZ Laur 2006, 250) in der Freien Secession, Berlin, ausstellte. Das Gipsmodell schenkte er 1920 seinem Hausarzt, Dr. Max Hoffmann, in Güstrow, aus dessen Nachlass es 1952 in die West-Berliner „Galerie des 20. Jahrhunderts“ gelangte. Ein dem Entwurf zum „Übergang“ ähnliches hochrechteckiges Relief in Gips, ebenfalls von 1917 (WVZ Laur 2006, 255), wurde verworfen, jedenfalls fand es zu Barlachs Lebzeiten keine weitere Umsetzung. Beide Gipsentwürfe zeigen je eine schwebende Mittelfigur in Verklärung oder Auferstehung, jene der gültigen Fassung hält die Handflächen wie geblendet vor den Augen. Rechts und links dieser Gestalt befinden sich beide Male verschreckte Assistenzfiguren. Bei dem hochrechteckigen Entwurf erkennt man zwei Wächter in Rüstung, es handelt sich also wohl um die Auferstehung nach biblischem Bericht. Dagegen ist der gültige Entwurf entschieden deutungsoffener, er gibt die Personen der Dreiergruppe größer und ausgeprägter, nach früheren Zeichnungen aus verschiedenen Kontexten wieder. Der mehrdeutige Titel „Der Übergang“ findet sich bereits in Barlachs eigenem Verzeichnis seiner Bildwerke (Ernst Barlach, Ein selbsterzähltes Leben, Berlin 1928, o. S.), entsprach also sicher seinen Intentionen. | Angelika Wesenberg

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Neue Nationalgalerie

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Aufstehendes Pferd

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Das ehemals im Besitz des Reichsministeriums für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung in Berlin befindliche „Aufstehende Pferd“ aus lebhaft strukturiertem rot-schwarzen Lahnmarmor steht exemplarisch für Graevenitz’ Schaffen, dessen künstlerisch erfolgreichste Phase in die Zeit des Nationalsozialismus fiel. Ab 1937 leitete er die Bildhauerklasse sowie – mit einigen Unterbrechungen aus gesundheitlichen Gründen – vom selben Jahr bis 1945 die Kunstakademie in Stuttgart als Direktor. Beim vorliegenden Werk hat von Graevenitz offenbar das Zugleich von noch ruhendem Pferdekörper und sich bereits in Bewegung setzenden Vorderbeinen samt sich aufbäumendem Kopf bildhauerisch gereizt, variierte er das Thema doch mehrfach: so etwa in der monumentalen Travertinskulptur „Aufstehendes Pferd“ von 1934/1935 für den Garten des Robert-Bosch-Krankenhauses Stuttgart oder in seinem 1934 möglicherweise im Zusammenhang mit der Ausgestaltung des Berliner Olympiageländes entstandenen Entwurf „Pferd in Wellen“ (Verbleib unbekannt). Das heute als Dauerleihgabe in der Stiftung Fritz von Graevenitz in Solitude bei Stuttgart befindliche „Aufstehende Pferd“ aus dem Bestand der Nationalgalerie war von Graevenitz’ bildhauerischer Beitrag auf der „Großen Deutschen Kunstausstellung“ 1937 im Münchner Haus der Deutschen Kunst; es wurde 1938 auch unter dem Titel „Leżący koń“ (Liegendes Pferd) auf der Propagandaschau „Deutsche Bildhauer der Gegenwart“ in Warschau und Krakau gezeigt. | Yvette Deseyve

Un-Quadrat rot

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