Seine Progression I, II, III
Ident. Nr.: NG 14/78
ObjID: obj:958977
Kontakt
Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
E-Mail:
nng@smb.spk-berlin.deDetails (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1977
- Material / Technik
- Acryl auf Leinwand
- Abmessungen
- Höhe x Breite: 180 x 562 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/958977
Objektbeschreibung
Diesem dreiteiligen Gemälde maß Geccelli einen besonderen Stellenwert bei: Einerseits war es sein bis dahin größtes Bild, andererseits wurde es bereits eine Woche nach Fertigstellung an die Nationalgalerie (West) verkauft. Der Titel des ebenso raumgreifenden wie reduzierten Werkes ist mehrdeutig. Er bezieht sich sowohl auf die drei aufeinanderfolgenden Tafeln als auch auf die Abfolge der Farbstriche auf den jeweiligen Bildflächen. Zugleich verweist er auf die Entwicklung der Farbuntersuchungen, die Geccelli 1968 begonnen hatte. Die drei Bilder zeichnen sich durch ihre pulsierenden Farbflächen aus. Diese bestehen aus vielen einzelnen, horizontal von links nach rechts – wie westliche Schrift – gesetzten Pinselstrichen. Sie sind von oben nach unten ausgeführt, ansetzend und auslaufend in einer Rundung. Auf allen drei Tafeln arbeitete Geccelli mit den Farben Hellblau, Hellviolett, Gelb und Ocker, die er mit Weiß- und Grautönen kombinierte, um die Schichtung und Progression innerhalb der Kompositionen zu unterstreichen. Doch ebenso zentral wie der Umgang mit Farbe war für Geccelli die Integration der menschlichen Figur in das Farbkontinuum, was ihm nach eigener Aussage erst in dieser Zeit gelang. Für ihn bedeutete dies, eine Figur ohne Umriss in spektralen Lichtstreifen so ins Bild zu setzen, dass ihre Präsenz sich – nahezu metaphysisch – am Rande der Wahrnehmung manifestiert. Auf der ersten Tafel befindet sich die in den Grund hineinverwobene Figur in der Mitte der Komposition. Bei der zweiten und dritten Tafel ist sie jeweils ein Stück weiter nach rechts gerückt. | Catherine Nichols
Letzte Aktualisierung: 19.12.2025
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