Details (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1923
- Provenienz
- im Besitz der Künstlerin,
1980Nachlass/Vermächtnis: Hans-Karl Basner, Kreischa,
13.6.1980–1981 - Material / Technik
- Öl auf Leinwand
- Abmessungen
- Höhe x Breite: 70 x 50 cm
- Erwerbung
- 1981 Ankauf von Hans-Karl Basner, Kreischa
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/959073
Objektbeschreibung
Von 1916 bis 1923 studierte Lauenstein an der Kunstgewerbeschule sowie an der Kunstakademie Dresden, die ihr 1923 den Sächsischen Staatspreis für das vorliegende Stillleben verlieh. Der kleine Feigenkaktus, der zur artenreichen Gattung der Opuntien gehört und in Süditalien üppig an den Straßenrändern wächst und blüht, wird hier in einer anrührend ärmlichen Variante gezeigt. In ein kleines Stück Zeitungspapier eingewickelt steht er auf einem einfachen Holztisch, der sich allein deswegen schräg in den Bildraum zu schieben scheint, um dem Gewächs mehr Licht zu gewähren. Diese Seelen-Pflanze erinnert an Lauensteins Zuneigung für körperlich und psychisch Kranke, die sie in großformatigen Zeichnungen und Gemälden zu porträtieren pflegte. Anders als viele ihrer Dresdner Kollegen, die die altmeisterliche Lasurmalerei bevorzugten, malte die Künstlerin „alla prima“, was diesem Stillleben, ebenso wie die kühn verkeilte Komposition der Tischplatten, wiederum einen erstaunlichen Ausdruck von Sicherheit verleiht. Anfang der 1930er-Jahre zog sich Lauenstein nach Süddeutschland zurück. Bei einem Bombenangriff 1941 verlor sie nahezu ihr gesamtes Œuvre und zeichnete und malte danach nur noch gelegentlich. | Kyllikki Zacharias
Letzte Aktualisierung: 30.07.2026
Kontakt
Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
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