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Opuntia I

Ident. Nr.: A IV 433

ObjID: obj:959073

n/a

Details (Expert)

Beteiligte
Paula Lauenstein (1898 - 1980),
Künstler*in
Datierung
1923
Provenienz
im Besitz der Künstlerin,
1980
Nachlass/Vermächtnis: Hans-Karl Basner, Kreischa,
13.6.1980–1981
Material / Technik
Öl auf Leinwand
Abmessungen
Höhe x Breite: 70 x 50 cm
Erwerbung
1981 Ankauf von Hans-Karl Basner, Kreischa

Objektbeschreibung

Von 1916 bis 1923 studierte Lauenstein an der Kunstgewerbeschule sowie an der Kunstakademie Dresden, die ihr 1923 den Sächsischen Staatspreis für das vorliegende Stillleben verlieh. Der kleine Feigenkaktus, der zur artenreichen Gattung der Opuntien gehört und in Süditalien üppig an den Straßenrändern wächst und blüht, wird hier in einer anrührend ärmlichen Variante gezeigt. In ein kleines Stück Zeitungspapier eingewickelt steht er auf einem einfachen Holztisch, der sich allein deswegen schräg in den Bildraum zu schieben scheint, um dem Gewächs mehr Licht zu gewähren. Diese Seelen-Pflanze erinnert an Lauensteins Zuneigung für körperlich und psychisch Kranke, die sie in großformatigen Zeichnungen und Gemälden zu porträtieren pflegte. Anders als viele ihrer Dresdner Kollegen, die die altmeisterliche Lasurmalerei bevorzugten, malte die Künstlerin „alla prima“, was diesem Stillleben, ebenso wie die kühn verkeilte Komposition der Tischplatten, wiederum einen erstaunlichen Ausdruck von Sicherheit verleiht. Anfang der 1930er-Jahre zog sich Lauenstein nach Süddeutschland zurück. Bei einem Bombenangriff 1941 verlor sie nahezu ihr gesamtes Œuvre und zeichnete und malte danach nur noch gelegentlich. | Kyllikki Zacharias

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Neue Nationalgalerie

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