Porträt Bertolt Brecht
Ident. Nr.: B III 179
ObjID: obj:959088
n/a
Kontakt
Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
E-Mail:
nng@smb.spk-berlin.deDetails (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1956/1957
- Weitere Titel
- Sammlungstitel: Porträt Bertolt BrechtÜbersetzung: Portrait of Bertolt Brecht
- Geografische Bezüge
- Material / Technik
- Bronze
- Abmessungen
- Höhe x Breite x Tiefe: 48 x 29 x 32 cm
- Erwerbung
- 1977 Ankauf vom Künstler, Berlin (Ost), aus Mitteln des Kulturfonds der DDR
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/959088
Objektbeschreibung
Cremer hatte den Schriftsteller und Regisseur Bertolt Brecht (1898–1956) im Jahr 1936 in dessen englischem Exil kennengelernt. Damals hatte der Dramatiker bereits seinen ersten großen Erfolg gefeiert: Die „Dreigroschenoper“ machte ihn 1928 berühmt. Cremer stand noch am Anfang seiner Laufbahn und bat Brecht um Rat, wie er als Kommunist mit der politischen Situation im nationalsozialistischen Deutschland umgehen solle. Der Bildhauer ging wieder nach Deutschland, Brecht blieb im Exil und kehrte erst 1949 nach Berlin zurück. Mitte der 1950er-Jahre spielten beide Männer führende Rollen im kulturellen Leben der DDR, und Brecht saß Cremer zum ersten Mal für ein Porträt. Doch bevor es zu einer zweiten Sitzung im Atelier kam, verstarb Brecht im August 1956 an einem Herzinfarkt. Cremer schuf die Büste nach der Totenmaske, seiner Erinnerung und nach Bildern. Wie bei einer Totenmaske wirken auch die Augen von Cremers Brecht geschlossen. Mit 48 cm Höhe wirken Kopf und Halspartie monumental. Beinahe überspielt das Format die sorgfältige Gestaltung des Gesichtsausdrucks, in dem Cremer den Charakter als Denker einzufangen suchte. | Emily Joyce Evans
Letzte Aktualisierung: 30.07.2026
Kontakt
Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
E-Mail:
nng@smb.spk-berlin.de