Details (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1935
- Weitere Titel
- Sammlungstitel: KatzeÜbersetzung: Cat
- Geografische Bezüge
- Provenienz
- im Besitz des Künstlers,
1935 - Material / Technik
- Holz
- Abmessungen
- Höhe x Breite x Tiefe: 41 x 14,5 x 60 cm (inkl. Plinthe)
- Erwerbung
- 1935 Ankauf vom Künstler
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/959157
Objektbeschreibung
Von den ihm angebotenen Zeichnungen Leptiens war Nationalgalerie-Direktor Eberhard Hanfstaengl nicht überzeugt, die Plastik einer Katze aber gefiel ihm. So wurde diese 1935 für 400 Reichsmark angekauft. Leptien, der in Kiel an der Technischen und kunstgewerblichen Fachschule Bildhauerei studiert hatte, gehörte anschließend in Berlin zu jenen Studenten und jungen Bildhauern der Vereinigten Staatsschulen für freie und angewandte Kunst, die den Rom-Preis der Akademie der Künste erhielten und eine Zeit lang in der Villa Massimo leben konnten. Als Tierbildhauer war er in der Zeit des Nationalsozialismus toleriert, unter anderem beteiligte er sich 1941 an der „Großen Deutschen Kunstausstellung“ in München. Staatliche Auftragswerke nahm er nicht an, stattdessen zog er sich auf die Ostseeinsel Usedom zurück. Zwar gab er die Bildhauerei nicht auf, seinen Unterhalt aber verdiente er als Landwirt. Nach dem Krieg erhielt er 1952 vom Rat des Kreises Wolgast den Auftrag für ein Kriegsdenkmal. Die daraufhin entstandene „Frau im Soldatenmantel (Die Frierende)“, welche an die schier endlosen Flüchtlingstrecks und den Schrecken des Krieges erinnert, ist sein wohl bekanntestes Werk. Da es seine Auftraggeber nicht überzeugte, wurde es allerdings erst 1984 auf dem Golm, einer Kriegsgräberstätte auf Usedom, aufgestellt. Leptien war unter den Druck geraten, regimekonforme Kunst zu fertigen, verbunden mit einem Eintritt in die SED. So floh er 1953 nach West-Berlin, wo er viele Plastiken für den öffentlichen Raum schuf. | Johanna Yeats
Letzte Aktualisierung: 30.07.2026
Kontakt
Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
E-Mail:
nng@smb.spk-berlin.de