Details (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1966
- Weitere Titel
- Sammlungstitel: SonnenblumenÜbersetzung: Sunflowers
- Material / Technik
- Öl auf Leinwand
- Abmessungen
- Höhe x Breite: 60 x 80 cm
- Erwerbung
- 1967 Ankauf vom Künstler aus Mitteln des Kulturfonds der DDR
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/959263
Objektbeschreibung
Der „strengen Periode“ im Schaffen von Metzkes, Manfred Böttcher, Ronald Paris, Helmut Symmangk, Hans Vent, Horst Zickelbein und anderen Künstlern und Künstlerinnen in Berlin folgte eine Veränderung des Bilddenkens, die sie an das Werk Paul Cézannes heranführte. In deren Verlauf fand Metzkes zu einer „lichterfüllten, tonigen Malerei, für die er in den folgenden Jahren die für ihn eigentümliche Farbskala von erdhaftem Braun, gebrochenem Grün, silbrigem Grau und purpurnem Rot entwickeln sollte“ (Roland März, Harald Metzkes, in: Künstler der DDR, Dresden 1981, S. 212). Metzkes resümiert diesen Prozess und seine Programmatik wie folgt: „Malkultur als Verfeinerung des zeichnerisch-farbigen Ausdrucks ist das hohe Ziel. Verfeinerung bedeutet dabei deutlicheres Herausarbeiten der Formen, ihre logische Verknüpfung und schlackenfreies Verschmelzen von Farbflecken und Linien. Das alles muß unter dem Diktat des Erlebnisses geschehen, der Begeisterung für den Glanz, der alle Gegenstände überhaucht, mit dem Mut, das Erreichte aufzugeben und zu zerstören, damit etwas entsteht parallel zur Schönheit der Natur. [...] Cézanne ist die große Akademie, in die viele gegangen sind.“ (Harald Metzkes, in: Ausst.-Kat., Berlin [Ost], 1975) Der darin enthaltene Kunstbegriff wird seiner Intention nach modifiziert: „Mein Programm hat nur zwei Punkte. Natur und Auge. Die ethische Aufgabe: Ich erlebe, daß das Materielle mich beglückt und bedrängt, Menschen streicheln und rempeln. Der Konstruktion dieser Dinge zu einem gilt mein Bemühen nicht ihrer Destruktion.“ (ebd.) | Jörg Makarinus
Letzte Aktualisierung: 30.07.2026
Kontakt
Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
E-Mail:
nng@smb.spk-berlin.de