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Weiße Schornsteine

Ident. Nr.: A IV 324

ObjID: obj:959380

n/a

Details (Expert)

Beteiligte
Hermann Glöckner (1889 - 1987),
Künstler*in
Datierung
1932
Weitere Titel
Sammlungstitel: Weiße Schornsteine
Übersetzung: White Smokestacks
Provenienz
im Besitz des Künstlers,
1975
Abmessungen
Höhe x Breite: 49,3 x 37 cm
Erwerbung
1975 Ankauf vom Künstler.

Objektbeschreibung

Immer wieder widmete sich Glöckner in seinen frühen Bildern bestimmten Themengruppen. Vor allem das Gebaute, die Architektur, oder Dinge, die ihn alltäglich umgaben, interessierten ihn. So schuf er zwischen 1928 und 1930 die Serie der Schleppdampfer (vgl. A IV 248), es folgten Schornsteine (1931/1932), Telefonmasten (1933/1934) und um 1936 bis 1938 Dächer und Giebel (vgl. „Paschergut im Erzgebirge“, A IV 325). Auf dem 1932 entstandenen Gemälde „Weiße Schornsteine“ erheben sich zwei grau-weiße Schlote leicht zueinander versetzt monumental vor einem gräulich weißen Himmel. Die konische Form und die eingeritzten schwarzen Linien verleihen ihnen Struktur und Plastizität. Die Schornsteine füllen fast das gesamte Bild aus, sie sind angeschnitten, die dazugehörige Fabrikanlage ist nicht zu sehen. Jeglicher Kontext fehlt, denn für Glöckner stand die Präsenz der Formen im Raum im Vordergrund. Wie schon das „Selbstbildnis“ (FNG 130/07) oder „Schleppdampfer II“ hat der Künstler sein Werk „Weiße Schornsteine“ in der für ihn typischen Kasein-Tempera-Mischtechnik gemalt, die es ihm erlaubte, unscharf erscheinende, fast bröckelige Farboberflächen zu schaffen. Gerade hier, in dieser diffusen, nur in grauen und weißen Tonstufungen changierenden Komposition, erweist sich Glöckner als sensibler Kolorist und als Vertreter einer spröden Materialpoesie, die das Sujet fast vergessen lässt. | Maike Steinkamp

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Neue Nationalgalerie

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Aufstehendes Pferd

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Un-Quadrat rot

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