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Auf Block Kniender mit erhobenen Armen

Ident. Nr.: B I 651

ObjID: obj:959389

n/a

Details (Expert)

Beteiligte
Hermann Blumenthal (1905 - 1942),
Künstler*in
Datierung
1933 (Guss 1944)
Weitere Titel
Sammlungstitel: Auf Block Kniender mit erhobenen Armen
Übersetzung: Kneeling Figure on a Block with Raised Arms
Kniender mit erhobenen Armen
Provenienz
vermutlich Nachlass des Künstlers,
1944–19.4.1948
Magistrat von Groß-Berlin,
19.4.1948–1951
Material / Technik
Zink
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 64,5 x 23,5 x 29 cm
Erwerbung
1948 Ankauf für die Galerie des 20. Jahrhunderts. 1951 Schenkung des Magistrats von Groß-Berlin (Ost)

Objektbeschreibung

Der Große Staatspreis für Bildhauerei, den Blumenthal 1930 erhalten hatte, war mit einem Stipendium an der Villa Massimo in Rom verbunden. Dieses nahm der Künstler 1931/1932 wahr. Beruhend auf den in Rom gesammelten Eindrücken antiker, vor allem etruskischer Skulpturen fertigte er nach seiner Rückkehr nach Deutschland im Sommer 1932 eine ganze Reihe archaisch anmutender Jünglingsfiguren, die an seine früheren Darstellungen anknüpfen. Es sind kniende, sitzende, schreitende Gestalten mit schmalen, plastisch durchgebildeten Körpern, die in ihren einfachen Bewegungsabläufen zu verharren scheinen. Zu ihnen gehört der „Auf Block Kniende mit erhobenen Armen“, der in formaler Strenge seine Arme schutzsuchend oder ergeben über dem Kopf zusammenführt. Das Gesicht mit den geschlossenen Augen zeigt keine Regung. Dennoch vermittelt die Figur nicht zuletzt durch ihre Statuarik und Universalität ein gewisses Pathos, eine Wirkung, die durchaus gewollt war. Denn Blumenthal ging mit seinen Skulpturen vom Erleben aus, sie sind Ausdruck existenzieller Nöte ebenso wie der eigenen Befindlichkeit. | Maike Steinkamp

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Neue Nationalgalerie

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Aufstehendes Pferd

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Das ehemals im Besitz des Reichsministeriums für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung in Berlin befindliche „Aufstehende Pferd“ aus lebhaft strukturiertem rot-schwarzen Lahnmarmor steht exemplarisch für Graevenitz’ Schaffen, dessen künstlerisch erfolgreichste Phase in die Zeit des Nationalsozialismus fiel. Ab 1937 leitete er die Bildhauerklasse sowie – mit einigen Unterbrechungen aus gesundheitlichen Gründen – vom selben Jahr bis 1945 die Kunstakademie in Stuttgart als Direktor. Beim vorliegenden Werk hat von Graevenitz offenbar das Zugleich von noch ruhendem Pferdekörper und sich bereits in Bewegung setzenden Vorderbeinen samt sich aufbäumendem Kopf bildhauerisch gereizt, variierte er das Thema doch mehrfach: so etwa in der monumentalen Travertinskulptur „Aufstehendes Pferd“ von 1934/1935 für den Garten des Robert-Bosch-Krankenhauses Stuttgart oder in seinem 1934 möglicherweise im Zusammenhang mit der Ausgestaltung des Berliner Olympiageländes entstandenen Entwurf „Pferd in Wellen“ (Verbleib unbekannt). Das heute als Dauerleihgabe in der Stiftung Fritz von Graevenitz in Solitude bei Stuttgart befindliche „Aufstehende Pferd“ aus dem Bestand der Nationalgalerie war von Graevenitz’ bildhauerischer Beitrag auf der „Großen Deutschen Kunstausstellung“ 1937 im Münchner Haus der Deutschen Kunst; es wurde 1938 auch unter dem Titel „Leżący koń“ (Liegendes Pferd) auf der Propagandaschau „Deutsche Bildhauer der Gegenwart“ in Warschau und Krakau gezeigt. | Yvette Deseyve

Un-Quadrat rot

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